In Palette CAD sehen wir nach dem Öffnen des Programms zunächst den Startbildschirm (Abb. 1). Auf der linken Seite (1) sehen wir eine ganze Reihe von Funktionen und Befehlen untereinander aufgelistet. Hier können wir u.a. Einstellungen für den Drucker vornehmen, unsere Projektdaten eingeben, damit sie später z.B. automatisch in den Zeichnungsrahmen übernommen werden, die Hilfe aufrufen und vieles mehr. Einzelne Punkte dieser Liste werden wir uns im Verlauf des Artikels oder auch in einer späteren Folge anschauen. Mit den großen, orangefarbenen Schaltern können wir eine leere Planung öffnen (2), eine neue Planung direkt mit einem Raum erstellen, oder eine vorhandene Planung öffnen (4). Um eine vorhandene Planung zu öffnen, können wir auch den Service benutzen, der am unteren Rand angeboten wird (5). Dort werden die zuletzt geöffneten Planungen angezeigt, die wir mit einem Klick schnell wieder auf den Bildschirm holen. Standardmäßig werden hier die letzten 8 Planungen angezeigt. Wie wir diese Anzahl verändern können, schauen wir uns später in den Programmeinstellungen an.
Auf der rechten Seite eine Liste der zuletzt besuchten Orte, wie wir sie auch von anderen Windows Programmen kennen (6). Dieser Service ist sehr sinnvoll, weil man damit in vielen Fällen das Durchsuchen des Explorers nach dem richtigen Ordner, der die benötigte Planung enthält, abkürzen kann. Links unten auf dem Startbildschirm (7) finden sich die Schalter für die Überprüfung auf mögliche Updates (sowohl für das Programm als auch für die Kataloge) und den Aufruf der Programmeinstellungen. Diese beiden werden wir in einer der nächsten Folgen auch näher betrachten. Der 3. Schalter in diesem Bereich - das Beenden des Programms – erklärt sich ja von selbst.
Ebenfalls sehr interessant ist das Palette CAD Info-Center (8+9). Hier werden aktuelle Informationen rund um Palette CAD mit dazu passenden Bildern vorgestellt. Das können Hinweise auf neue Objekt- und Material-Kataloge einzelner Hersteller sein, ein Link zu einem Online-Tutorial und vieles mehr. Daneben im rechten Bereich der Startoberfläche der Link zur Cloud (10), in die man Planungsdateien, Bilder, Panoramen, etc. hochladen kann. Hierfür ist eine einmalige Anmeldung erforderlich - auch dazu später mehr. Darunter befindet sich der Link zur Palette Academy, der E-Learning-Plattform von Palette (11).
Nun zu der Liste auf der linken Seite (Abb. 1, Punkt 1) und einige Erläuterungen dazu. Die ersten Befehle werden wir in aller Regel nicht benutzen, da wir das Öffnen einer leeren Planung, einer neuen Planung mit Raum oder einer vorhandenen Datei ja viel einfacher mit den zuvor beschriebenen, orangefarbenen Schaltern (Abb. 1, Punkt 2-4) bewerkstelligen können. Auch für das Speichern der aktuellen Planung brauchen wir von dem Register „Planen“ nicht in das Register „Datei“ zu wechseln, sondern können die Speicherung direkt in der Planung vornehmen. Am schnellsten geht dies wie immer mit Kurztaste, für das Speichern einer Planung „Strg+S“. Das Symbol für das Speichern der Planung (Abb. 2, Punkt 1) befindet sich in der sogenannten „Schnellzugriffsleiste“, eine wertvolle Hilfe für den schnellen Zugriff auf Befehle. Diese Leiste ist standardmäßig am oberen Rand des Bildschirms angeordnet. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil (2) öffnet sich ein Register, und wir können mit einem Klick dafür sorgen, dass diese Leiste unter der Multifunktionsleiste angezeigt wird (3). Somit können wir alle Befehle, die wir in der Schnellzugriffsleiste anordnen, schneller erreichen.
In Abb. 3 sehen wir, wie wir alle Befehle, die wir immer wieder einsetzen, in die Schnellzugriffsleiste kopieren können. Wenn wir zum Beispiel den Befehl „Rotieren“ aus dem Register „Bearbeiten“ in der Schnellzugriffsleiste anordnen wollen, klicken wir einfach mit der rechten Maustaste auf den Befehl und dann mit der linken Maustaste auf „Zu Symbolleiste für den Schnellzugriff hinzufügen“ – fertig. Wir sehen in Abb. 3, dass auch der Befehl „Verschieben“ schon in die Schnellzugriffsleiste kopiert wurde. Dadurch kann man im Register „Planen“ bleiben und trotzdem schnell auf Befehle aus anderen Registern zugreifen, ohne jedes Mal das entsprechende Register aufrufen zu müssen, um dort auf den Befehl zu klicken.
Nun noch einmal zurück zum Speichern. Um einzelne Planungsstände zu speichern oder eine Planung unter einem anderen Namen abzuspeichern, sind die beiden Befehle in dem roten Rahmen (Abb. 4) hilfreich. Wenn wir einer Planung beim ersten Speichern an den Namen „_1“ anfügen, also zum Beispiel „Kachelofenplanung_1“, dann können wir einzelne Planungsstände mit einem Klick auf „Speichern+1“ sichern. Die Planung wird dann automatisch als „Kachelofenplanung_2“ gespeichert, usw. Das ist von Vorteil, wenn wir etwas ausprobieren wollen. Denn dann können wir sehr leicht wieder auf den vorherigen Planungsstand zurückkommen, indem wir einfach die Planung mit dem richtigen Zwischenstand öffnen. Den Befehl „Speichern unter“ kennen wir sicher auch aus anderen Programmen. Hier vergeben wir beim Speichern einen neuen Namen.
Palette CAD stellt eine ganze Reihe von Exportfunktionen zur Verfügung (Abb. 4). Angefangen von der Speicherung einzelner Ansichten aus der Planung, über den Export von zuvor in der Planung erzeugten Panoramen und virtuellen Touren, Panoramafolgen mit Variationen bis zu Filmen, die man zuvor im Programm erzeugt hat. Dazu ermöglicht Palette PLAY auch den Export auf mobile Plattformen, um sich in der Szene zu bewegen. Der Export einer Ansicht als Palette Sketch-Datei wird in den letzten Jahren kaum noch verwendet, kann aber auch für bestimmte Fälle sehr hilfreich sein. In Palette Sketch wird die Ansicht wie von Geisterhand mit einem Stift zunächst in schwarz-weiß gezeichnet und danach mit Copic-Marker koloriert. Ein echter „Hingucker“, bei dem die Menschen stehen bleiben, wenn man es bei einer Messe oder in der Ausstellung auf einer Leinwand ablaufen lässt. Dadurch kann man mit den Kunden leichter ins Gespräch kommen.
Mit den beiden Funktionen für den Export zur Weiterverarbeitung kann man die Planung (3D) oder Ansichten (2D) in andere Formate umwandeln, um sie z.B. einem Partnerunternehmen für die Übernahme und weitere Bearbeitung, für Ergänzungen, für die Einbindung in Gesamtprojekte, etc. zur Verfügung zu stellen.
Beim nächsten Befehl in der Liste geht es um das Drucken einzelner Ansichten aus der Planung (Abb. 5). Dabei wird automatisch das aktive Fenster berücksichtigt, in diesem Fall die Frontansicht. Mit der „Druckvorschau“ kann man sich zunächst vergewissern, dass der Maßstab für das beabsichtigte Papierformat passt. Wenn alles stimmt, kann man den Druck ohne Neuberechnung der Ansicht starten. Beim Befehl „Drucken“ wird der Druck ohne Vorschau gestartet. Die „Druckereinstellung“ ermöglicht – wie bei anderen Programmen auch – den richtigen Drucker auszuwählen und die gewünschten Werte für die Auflösung, Papierformat etc. anzugeben.
Der nächste Befehl „Senden“ (Abb. 6) erzeugt mittels des auf dem Rechner installierten E-Mail-Programms automatisch eine Mail, bei der sich - je nach Auswahl - die Planung, eine Ansicht oder ein Panorama schon im Anhang befindet. Man ergänzt Adressat, Betreff und Text und kann damit wieder wertvolle Zeit einsparen.
Bei der PaletteCloud (Abb. 7) kann man nach der einmaligen Registrierung Planungen, Bilder, etc. hochladen, um sie Mitarbeitern, Kunden usw. zur Verfügung zu stellen. Nach dem Upload einer Datei wird der Downloadcode erstellt, den man dann versendet. Mit diesem Code kann man z.B. ein Panorama auf ein Tablet laden, um es dann mit Palette Move betrachten zu können. Mit einem Klick wird man über die Neuigkeiten rund um die Cloud informiert (s. Pfeil). Im unteren Bereich finden sich viele Planungs-Beispiele, die man sich anschauen kann.
Mit einem Klick auf Portal (Abb. 8,1) wird man automatisch im Internet auf das Palette-Portal geleitet, wo man sich anmelden kann. Mit einem Klick auf „Planungsdaten“ (Abb. 8,2) kann man bei den „Projektdaten“ (Abb. 8,3) den Namen des Projektes, die Kundennummer sowie weitere Daten des Projektes eingeben, die dann z.B. automatisch in einem Zeichnungsrahmen eingefügt werden. Die „Vorgabewerte der Planung“ betreffen z.B. Variablen, die in Formularen erfasst und gespeichert werden. Da diese Funktion im Ofenbau in der Regel wenig angewandt wird, wollen wir hier nicht näher darauf eingehen. Wer sich dafür interessiert, findet nähere Informationen in der Hilfe.
Der letzte Punkt in dieser Liste beinhaltet wieder eine ganze Reihe von Unterpunkten. Es beginnt mit der Hilfe (1), die wir uns gleich noch näher anschauen. Mit einem Klick auf den Schalter darunter (2) springen wir direkt in den YouTube-Kanal von Palette, wo in einer ganzen Reihe von Videos viele Funktionen erklärt und Beispiele gezeigt werden. Danach der Link zum E-Learning-Angebot von Palette (3). Mit dem 4. Punkt können wir uns die Neuerungen der aktuellen Version im Vergleich zur Vorgängerversion anzeigen lassen. Die derzeitige Tastaturbelegung wird mit dem Punkt (5) angezeigt. Jeder Anwender kann sich bei Bedarf auch eigene Tastenkombinationen für bestimmte Befehle anlegen. Dies ist nur für diejenigen Funktionen sinnvoll, für die es noch keine Kurztasten gibt. Wer schon mit Kurztasten arbeitet, kann sich für die Befehle, die er bei der Planungsarbeit oft braucht, eigene Tastenkombinationen anlegen und damit auch wieder Zeit sparen. Die beiden Werkzeuge am unteren Ende dienen der Verbindung zur Fernwartung oder beim Onlinetraining (6). In diesen Fällen erklärt der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin von Palette genau, was zu tun ist, damit sie bei einer Fernwartung oder bei einem Onlinetraining auf den Bildschirm des Anwenders schauen können, um Fehler zu beheben oder das Programm zu erklären. Mit dem Schalter „Hardware- und Systemeinstellungen prüfen“ wird angezeigt, ob die Grafikkarte für das Arbeiten mit Palette CAD geeignet ist und die Bildschirmauflösung sowie die Farbtiefe ausreicht. Bei den heutigen Rechnern ist das in der Regel der Fall.
Zum Abschluss dieser ersten Folge zur Oberfläche von Palette CAD wollen wir noch einen kurzen Blick in die Hilfe werfen. Wenn wir auf das blaue Fragezeichen klicken (Abb. 9, Punkt 1), dann öffnet sich die Hilfe im Internet. Zunächst sehen wir das Inhaltsverzeichnis (Abb. 10,1), in dem wir uns anhand der einzelnen Kapitel zu dem Thema klicken können, welches uns interessiert. Zu den Themen, die hier nicht mehr dargestellt sind, kann man sich über den Balken auf der rechten Seite scrollen. Dazu wird auch gleich der Link zu E-Learning-Plattform angeboten.
Meist ist es aber einfacher, im Register „Index“ (Abb. 10, 2) einen Begriff einzugeben, zum Beispiel „Oberfläche“. Sofort werden Themen angezeigt, die zu unserem eingegebenen Begriff passen könnten. Mit einem Klick auf den richtigen Begriff werden noch einmal mehrere Themen angezeigt. Damit springen wir direkt zu dem gesuchten Thema und können uns dort informieren.
Zusammenfassung und Ausblick
Die Oberfläche von Palette CAD weist interessante Funktionen und Befehle auf, die uns das Planen erleichtern können. Die Startoberfläche ist sehr übersichtlich gegliedert und erleichtert die Auswahl.
In den nächsten Folgen werden wir uns die Oberfläche weiter anschauen und interessante Funktionen im Detail betrachten.