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/// Contura – eine Erfolgsgeschichte aus Småland

Ein Schwede wärmt Europa

Denn die Wurzeln von Contura reichen zurück bis in die Mitte der 1960er-Jahre – in eine Zeit, in der offene Kamine, schwere Gussöfen und traditionelle Kachelöfen die häusliche Wärmeversorgung prägten.

Die Geburt des modernen Kaminofens

1965 entstand in Schweden ein Konzept, das den Markt nachhaltig verändern sollte. Mitarbeiter der damaligen Höganäs-Gruppe entwickelten die Idee einer Feuerstätte, die den Wunsch vieler Menschen nach einem eigenen Kamin deutlich einfacher erfüllte als bisher: eine kompakte Komplettlösung aus Ofen und Schornstein, schnell montierbar und nahezu überall im Haus installierbar.

Die Kombination aus einfacher Installation, zeitgemäßem Design und serienmäßiger Fertigung erwies sich als wegweisend. Aus dem zunächst als „Open Fireplaces in a New Way“ beschriebenen Konzept entwickelte sich später der moderne Kaminofen, wie er heute in vielen europäischen Haushalten selbstverständlich geworden ist.

Schon früh setzte man dabei auf Speckstein als Speichermaterial sowie auf eine Gestaltung, die den Zeitgeist der 1960er- und 1970er-Jahre aufgriff. Die Idee: Feuerstätten sollten nicht nur Wärme liefern, sondern sich als Einrichtungsobjekt harmonisch in moderne Wohnwelten einfügen.

Von Handöl zu Contura

Die industrielle Fertigung lag zunächst außerhalb der eigenen Möglichkeiten. Die Lösung fand sich bei „Nibe“. Bereits Ende 1964 unterzeichnete das Unternehmen ein Angebot zur Zusammenarbeit mit Handöl Täljstens AB. Daraus entwickelte sich eine Partnerschaft, die die weitere Unternehmensgeschichte entscheidend prägen sollte.

Schwedisches Design, industrielle Fertigung und die Nähe zum Fachhandel – auf dieser Kombination basiert der Erfolg von Contura seit inzwischen 60 Jahren.«

1980 übernahm Nibe schließlich Handöl und integrierte das Unternehmen in die damalige Nibe-Verken AB. Doch damit war die Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen.

Im Herbst 1994 folgte ein weiterer bedeutender Schritt: Gemeinsam mit Handöl übernahm das Unterhemen den damaligen Marktführer Contura in Skänninge. Die beiden Unternehmen galten zuvor als direkte Wettbewerber – mit ähnlichen Konzepten, vergleichbaren Produkten und dennoch unterschiedlichen Markenidentitäten.

Während Handöl traditionell stärker über Speichereigenschaften und Materialität wahrgenommen wurde, hatte sich Contura insbesondere durch modernes Design und eine klare Markenführung etabliert.

Markenstrategie mit Weitblick

In den folgenden Jahren expandierte Nibe durch weitere Übernahmen innerhalb Schwedens. Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie sich die verschiedenen Marken international sinnvoll positionieren lassen.

Die Antwort folgte 2011 in Form einer konsequenten Markenkonsolidierung. Unter dem Dach von „NIBE Stove“ wurden mehrere Marken zusammengeführt. Der Name Contura setzte sich zunehmend als internationale Leitmarke durch.Die Gründe dafür waren pragmatisch: Contura ließ sich außerhalb Skandinaviens leichter aussprechen, verfügte über eine hohe Wiedererkennbarkeit und profitierte vom Erfolg einzelner Produktlinien wie der Contura-500-Serie.

Die Entscheidung erwies sich als strategisch richtig. Heute werden Contura-Kaminöfen in zahlreichen europäischen Ländern vertrieben und gehören in vielen Märkten zu den etablierten Marken im Premiumsegment. Die Übernahme erwies sich rückblickend als wegweisende Entscheidung. Sie legte den Grundstein für eine Entwicklung, die Contura später zu einer der bekanntesten Kaminofenmarken Europas machen sollte.

Produktion in Småland

Das Herzstück des Unternehmens schlägt heute in Markaryd, einer Gemeinde mit knapp 4.000 Einwohnern in der schwedischen Provinz Småland. Dort entstand zwischen 2006 und 2008 ein vollständig neues Werksgelände, das heute zu den modernsten Produktionsstandorten Europas für Kaminöfen und Schornsteinsysteme zählt.

Die Geschichte von Contura ist zugleich die Geschichte des modernen Kaminofens: Aus einer Idee, Feuerstätten einfacher zugänglich zu machen, ­entstand eine Marke, die den europäischen Markt bis heute mitprägt.«

Entwicklung, Design und Montage der Contura-Produkte erfolgen weiterhin in Schweden. Die Fertigung folgt einem rational aufgebauten Produktionsprozess mit hohem Automatisierungsgrad. Bemerkenswert ist dabei auch die technische Infrastruktur des Standorts. Die Beheizung und Belüftung der Werksgebäude erfolgt über Wärmepumpensysteme aus dem eigenen Nibe-Konzern. Die benötigte Energie wird über Erdwärme bereitgestellt. Darüber hinaus arbeitet die Lackieranlage mit einem geschlossenen Wasserkreislauf, um Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.

Nachhaltigkeit wird dabei weniger als Marketinginstrument verstanden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil industrieller Verantwortung.

Ein neues Kapitel: Contura AB

Im Oktober 2024 schloss sich gewissermaßen ein historischer Kreis. Aus dem bisherigen Geschäftsbereich wurde wieder ein eigenständiges Unternehmen: die Contura AB. Obwohl man weiterhin Teil der Nibe Group bleibt, markiert die neue Organisationsstruktur einen wichtigen Meilenstein. Nach Jahrzehnten der Integration innerhalb verschiedener Unternehmensstrukturen tritt die Marke heute wieder als eigenständige Gesellschaft auf.

Die Verantwortlichen sprechen von einer „neuen Reise“. Tatsächlich verbindet Contura heute die Erfahrungen aus sechs Jahrzehnten Feuerstättenbau mit einer klaren europäischen Ausrichtung. Geblieben ist dabei das ursprüngliche Kerngeschäft: die Entwicklung und Herstellung von Kaminöfen.

Nähe zum Markt

Parallel zur organisatorischen Neuausrichtung verstärkt Contura seine Präsenz im deutschsprachigen Raum. Seit März 2026 verantwortet Marc Haidle die Vertriebsleitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Branchenkenner bringt rund 16 Jahre Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen des Feuerstättenmarktes mit.Mit dem Ausbau der Vertriebsstruktur verfolgt Contura das Ziel, die Betreuung von Fachhandel und Partnerbetrieben in der DACH-Region weiter zu intensivieren. Zusätzliche Außendienstkapazitäten befinden sich bereits im Aufbau.

Gerade in einem Marktumfeld, das sich durch veränderte regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen und ein wachsendes Bedürfnis nach effizienter und unabhängiger Wärmeversorgung auszeichnet, dürfte die Nähe zum Markt ein entscheidender Erfolgsfaktor bleiben.

Tradition als Ausgangspunkt

Die Geschichte von Contura ist eng mit der Entwicklung des modernen Kaminofens verbunden. Aus einer Idee, die den Einbau von Feuerstätten vereinfachen sollte, entstand innerhalb von sechs Jahrzehnten ein europaweit tätiges Unternehmen mit eigener Fertigung, klarer Markenidentität und internationaler Vertriebsstruktur. Für Fachbetriebe und Handelspartner, die einen Blick in die Contura-Produktwelt werfen möchten, bietet die Contura-Website einen umfassenden Überblick über Sortiment, Technik und mehr.

Mittlerweile blick man auf über 60 Jahre erfolgreiche ­Firmengeschichte zurück.

Foto: Contura

Mittlerweile blick man auf über 60 Jahre erfolgreiche ­Firmengeschichte zurück.

Foto: Contura

Gestern und heute: von den Handöl-Feuerstätten Mitte der 60er Jahre bis hin...

Foto: Contura

Gestern und heute: von den Handöl-Feuerstätten Mitte der 60er Jahre bis hin...
... zu den aktuellen Contura-Öfen wie den Modellen der 600-Serie...

Foto: Contura

... zu den aktuellen Contura-Öfen wie den Modellen der 600-Serie...
... oder der I41-Serie.

Foto: Contura

... oder der I41-Serie.

Info

Marc Haidle steht den Kunden aus der DACH-Region mit Rat und Tat zur Seite wenn es um die Feuerstätten aus dem Hause Contura geht.

Foto: Marc Haidle

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