Die Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 24. April 2026 in Leipzig eine strategische Neuaufstellung beschlossen und damit ein klares Signal für die kommenden Jahre gesetzt. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, die Diskussionen konzentriert, die Themen klar auf die Zukunft ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Verband organisatorisch und inhaltlich so aufstellt, dass er den steigenden Anforderungen in Politik, Regulierung und Technik gerecht wird.
Die Mitgliederversammlung fand unmittelbar im Anschluss an die Fachtagung der EFA statt, die bereits am Vortag zahlreiche Impulse gesetzt hatte. In verschiedenen Beiträgen wurden aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Regulierung und Baurecht ebenso beleuchtet wie die historischen Linien der Luftreinhaltung. Darüber hinaus wurden politische Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene eingeordnet und diskutiert. Die Tagung lieferte damit den fachlichen und politischen Kontext für die anschließenden Entscheidungen der Mitgliederversammlung.
Im 30. Jahr ihres Bestehens richtet die EFA den Blick bewusst nach vorn. Die Rahmenbedingungen für die Branche werden komplexer, politische Prozesse dichter und die Abstimmungsbedarfe größer. Der Verband reagiert darauf mit einer klareren Struktur, diesbezüglich hat der amtierende Vorstand einer stärkeren Aufgabenverteilung und einem deutlich betonten Teamansatz in der Führung auf der letzten Klausurtagung beschlossen. Im Zentrum der Mitgliederversammlung stand die Bestellung eines neuen Vorstandsteams. Uwe Striegler, Mitgründer und über viele Jahre prägender Vorsitzender der EFA, tritt in die zweite Reihe und übernimmt künftig die Funktion des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Seine Entscheidung, welche die Mitglieder bedauern, ist bewusst gewählt und klar begründet: „Ich habe den Verband über 30 Jahre begleitet und mit aufgebaut. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Verantwortung zu übergeben und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Arbeit stabil weitergeführt wird. Die EFA liegt mir am Herzen, und ich werde den neuen Vorstand weiterhin aktiv unterstützen.“ Uwe Striegler wurde von einzelnen Mitgliedern und Wegbegleitern persönlich für seinen langjährigen Einsatz als Vorsitzender gewürdigt. Die Mitglieder dankten ihm mit großem Applaus für seine prägende Arbeit der vergangenen Jahre.
Neuer Vorstandsvorsitzender: Andreas Schönfeld
Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Andreas Schönfeld bestellt. Er setzt auf eine klare Aufgabenverteilung und einen starken Teamansatz. In seiner ersten Stellungnahme betonte er: „Wir müssen die anstehenden Aufgaben als Team bewältigen. Die Herausforderungen werden größer, und wir können sie nur gemeinsam lösen. Entscheidend ist, dass wir weiterhin offen diskutieren, aber nach außen geschlossen auftreten und unsere Positionen klar vertreten.“ Ursula Gröbner, bislang stellvertretende Vorstandsvorsitzende, bleibt dem Vorstand erhalten und übernimmt künftig als Schatzmeisterin eine zentrale Rolle im Controlling und in der finanziellen Steuerung des Verbandes. Damit wird auch organisatorisch ein stärkerer Fokus auf Struktur und Steuerung gelegt.
EFA / J. Gerstner
Der neu bestellte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Andreas Schönfeld als Vorstandsvorsitzender, Uwe Striegler als stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Ursula Gröbner als Schatzmeisterin sowie Dirk Chris Kasten als Schriftführer. Ergänzt wird das Gremium durch drei Beiräte mit klar definierten Zuständigkeiten: Friedrich Allendorff für Politik und Kommunikation, Colin Rokossa für den Bereich Feuerstätten sowie Jürgen Böhm für Abgasleitungen, Abgasanlagen und Schornsteine. Zusätzlich wurde ein beratender Vorstand bestellt. Diesem gehören Dr. Daniel Leberger, Christian Droll, Michael Gerlach sowie Dr. Volker Schmattloch an. Sie unterstützen die Arbeit des Vorstandes insbesondere in fachlichen und technischen Fragen und bringen zusätzliche Perspektiven aus der Branche ein.
Ein wichtiger Teil der Mitgliederversammlung war zudem die politische Einordnung der aktuellen Entwicklungen. Dr. Johannes R. Gerstner, politischer Berater der EFA, informierte umfassend über die aktuelle Lage, ordnete laufende politische Prozesse ein und gab Einblicke in zentrale Diskussionen. Dadurch wurde eine Grundlage geschaffen, um die Arbeit des Verbandes noch gezielter an den aktuellen politischen Rahmenbedingungen auszurichten.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung intensiv darüber diskutiert, wie die Branche insgesamt weiter vorangebracht werden kann. Dabei wurde ausdrücklich betont, dass sich die Aktivitäten der EFA nicht ausschließlich an den eigenen Mitgliedern orientieren, sondern darauf abzielen, Impulse für die gesamte Branche zu setzen. Im Fokus standen insbesondere die Themen Versorgungssicherheit und Resilienz, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. In diesem Zusammenhang wurden bereits konkrete politische Maßnahmen und Initiativen vorgestellt, die sich derzeit in Vorbereitung befinden und über die die Mitglieder im Rahmen der Versammlung informiert wurden. Die Mitgliederversammlung setzte mit ihren Beschlüssen ein klares Zeichen der Geschlossenheit. Der Vorstand wurde einstimmig bestellt. Dieses Ergebnis unterstreicht die breite Unterstützung für die neue Struktur und den eingeschlagenen Kurs.
Auch die Entwicklung der Mitgliederstruktur wurde thematisiert. Veränderungen in der Branche, etwa durch Fusionen oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen, bleiben nicht ohne Auswirkungen. Gleichzeitig gibt es weiterhin Interesse an einer Mitgliedschaft, sodass sich auch neue Perspektiven für die Verbandsarbeit ergeben. Mit der Neuaufstellung geht die EFA einen klaren Schritt nach vorn. Die Kombination aus Erfahrung, klarer Struktur und breiter fachlicher Aufstellung schafft die Grundlage dafür, die Interessen der Branche auch künftig wirksam zu vertreten.