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„Die Zukunft des Ofens entscheidet sich jetzt“

Zwischen internationalen Branchenterminen, politischen Gesprächen und dicht getakteten Reiseplänen traf sich die Clean Exhaust Association (CEA) Mitte Mai zu ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung am Frankfurter Flughafen. Der Tagungsort im Umfeld des Airports war dabei kein Zufall, sondern Ausdruck der zunehmenden Internationalisierung und politischen Verdichtung der Verbandsarbeit. Mehrere Mitglieder kamen direkt aus laufenden regulatorischen Gesprächen oder reisten zu weiteren Fachterminen weiter. Entsprechend konzentriert und zugleich strategisch verlief die Sitzung, in deren Mittelpunkt vor allem die Zukunft emissionsarmer Holzfeuerungen und die Rolle moderner Staubabscheider standen.

Der Verband sieht sich nach eigenen Angaben an einem entscheidenden Punkt der Debatte über die Zukunft der Holzwärme. Während Politik und Öffentlichkeit zunehmend strengere Anforderungen an Holzfeuerungen diskutierten, seien wirksame technische Lösungen längst verfügbar. „Die Zukunft des modernen Ofens wird ganz wesentlich davon abhängen, ob wirksame Staubabscheider endlich breiter genutzt werden“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Bernd Weishaar im Rahmen der Mitgliederversammlung. „Die Hersteller von Staubabscheidern sind bereit. Die Technologie ist vorhanden. Jetzt muss sie auch konsequent eingesetzt und regulatorisch sachgerecht berücksichtigt werden.“ Aus Sicht des Verbandes werde die Diskussion über Holzfeuerungen derzeit häufig zu pauschal geführt. Moderne Abscheidetechnologien könnten Feinstaubemissionen erheblich reduzieren und stünden kurzfristig zur Verfügung.

Entsprechend intensiv beschäftigten sich die Mitglieder mit aktuellen Entwicklungen rund um die europäische Ökodesign-Revision sowie die Weiterentwicklung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung. Die CEA fordert nach eigenen Angaben eine technologieoffene Regulierung, die sich stärker an realen Emissionsminderungen orientiert, statt einzelne technische Ansätze pauschal zu bevorzugen oder auszuschließen. Diskutiert wurde dabei auch die Frage, wie besonders emissionsarme Feuerstätten regulatorisch künftig differenzierter behandelt werden könnten. Der Verband kündigte an, seine politische und fachliche Arbeit in diesem Bereich in den kommenden Monaten weiter auszubauen und zusätzliche Dialogformate mit Politik, Verwaltung und Wissenschaft zu suchen.

Kritisch befasste sich die Mitgliederversammlung zudem mit teilweise schwer nachvollziehbaren Produktversprechen einzelner Anbieter von Katalysatorsystemen. Innerhalb der Branche gebe es zunehmend Diskussionen über kommunizierte Minderungswirkungen bestimmter Systeme, deren technische Belastbarkeit aus Sicht der Mitglieder nicht immer ausreichend nachvollziehbar erscheine. Die CEA betonte dabei ausdrücklich, dass sie sich grundsätzlich als technologieoffener Fachverband für technische Maßnahmen zur Emissionsminderung verstehe. Gerade deshalb sei es aus Sicht des Verbandes besonders wichtig, dass technische Aussagen, Minderungsversprechen und Werbeaussagen fachlich belastbar, seriös und nachvollziehbar seien. Die CEA kündigte in diesem Zusammenhang an, künftig noch stärker auf die Seriosität, fachliche Substanz und Nachweisbarkeit technischer Aussagen zu achten. Gerade in einer politisch sensiblen Phase sei Glaubwürdigkeit für die gesamte Branche von zentraler Bedeutung. Der Verband wolle deshalb stärker darauf hinwirken, dass technische Aussagen reproduzierbar, überprüfbar und belastbar kommuniziert werden.

Neben den regulatorischen Entwicklungen in Deutschland beschäftigte sich die Mitgliederversammlung auch mit internationalen Entwicklungen, unter anderem in Polen und der Schweiz. Dort laufen derzeit ebenfalls Diskussionen über Luftreinhaltepolitik, Emissionsminderung und die regulatorische Behandlung moderner Holzfeuerungen. Die CEA sieht darin ein Zeichen dafür, dass die Diskussion um Emissionen aus Holzfeuerungen längst europäische Dimensionen angenommen hat und technische Lösungen künftig stärker grenzüberschreitend betrachtet werden müssen.

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