Buderus (Bosch Thermotechnik) bietet mit dem Logaflame HWS216 einen klassischen Kachelofen-Einsatz für Sanierung und Neubau. Von der Gesamt-Nennwärmeleistung von 8 kW entfallen jeweils 4 kW auf die Luft- und die Wasserseite, der Wirkungsgrad liegt bei 85 Prozent, der Wärmetauscher fasst 6,7 Liter Wasser.
Fast jeder namhafte Ofenhersteller hat wasserführende Kachelofen- und/oder Kamineinsätze im Programm, trotzdem tun sich viele Ofenbaubetriebe schwer, diese ihren Kunden aktiv anzubieten. Dabei sind wasserführende Öfen eine gute Antwort auf viele Herausforderungen, die die Wärmewende und immer besser gedämmte Immobilien mit sich bringen.
Spricht man mit Kolleginnen und Kollegen aus der Zunft über wasserführende Öfen und Kamine, fällt der Satz„sind für unsere Kunden nicht relevant“ erstaunlich häufig. Mitunter beschleicht einen der Eindruck, dass der Ofenbaubetrieb womöglich auch gar nicht so genau nachgefragt hat, ob seitens der Baufamilie überhaupt ein Interesse daran bestünde. An der Grundproblematik hat sich seit Jahren wenig geändert: Der höhere Installationsaufwand, die Abstimmung mit Heizungsbauer und Elektriker sowie der höhere Preis schrecken viele Betriebe davon ab, das Thema Wassertechnik offensiv anzusprechen.
Ein mit Scheitholz betriebener, wasserführender Ofen versorgt im Ernstfall nicht nur den Aufstellraum, sondern das ganze Haus mit Wärme.«
Unabhängig vom Gebäudeenergiegesetz beziehungsweise dessen designiertem Nachfolger, dem Gebäudemodernisierungsgesetz, das noch in diesem Herbst in Kraft treten soll sowie der Fördermittelsituation bestehen die grundsätzlichen Argumente für Wassertechnik unverändert fort. Die Sorge um Versorgungssicherheit ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs gewachsen: Ein mit Scheitholz betriebener, wasserführender Ofen versorgt im Ernstfall nicht nur den Aufstellraum, sondern das ganze Haus mit Wärme – unabhängig von einem einzelnen Energieträger. Auch der anhaltende Trend zu hoch gedämmten Neubauten und sanierten Bestandsgebäuden spricht für die Wassertechnik: Wo der Wärmebedarf sinkt, droht ein konventioneller Warmluftofen den Aufstellraum zu überheizen – ein Effekt, den nur ein Speicherofen oder eben ein wasserführendes Gerät zuverlässig vermeidet, indem es den Großteil der Energie in den Heizkreislauf oder Pufferspeicher ableitet. Und schließlich wächst die Zahl der multivalenten Heizsysteme, in denen die Wärmepumpe die Grundlast und ein wasserführender Ofen die Spitzenlast an kalten Tagen übernimmt – eine Kombination, die das GModG mit der neuen Option einer„Hybridheizung mit Vorrangschaltung für die Wärmepumpe“ sogar ausdrücklich als gleichwertigen Erfüllungsweg anerkennt.
Kurzum: Das Argument gegen Wassertechnik war selten technischer, sondern meist vertrieblicher Natur. Mit dem GModG und der weiterhin auf Wassertechnik ausgerichteten Förderkulisse gibt es jetzt einen doppelten Anlass, das Thema im Kundengespräch aktiv anzusprechen. Die folgende Marktübersicht vermittelt einen exemplarischen Überblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) über das derzeitige Angebot an wasserführenden Heizeinsätzen.
Austroflamm
Der österreichische Hersteller Austroflamm führt seine wasserführende Technik unter dem Namen aquaHEAT, etwa beim Kamineinsatz 65x51K mit 12,5 kW Gesamtleistung, wovon rund 9 kW beziehungsweise etwa 75 Prozent wasserseitig genutzt werden, oder beim kompakteren 45x51K mit rund 9 kW Gesamtleistung und einem wasserseitigen Anteil von etwa 66 Prozent. Beide Modelle verfügen über eine 49-Liter-Wassertasche, sind mit Energieeffizienzklasse A+ eingestuft und erreichen einen Wirkungsgrad von über 82 Prozent. Die Brennraumauskleidung besteht aus keramischem Material (Keramott), das bis rund 1.200 °C hitzebeständig ist; dank geringer Einbautiefe von unter 50 cm und einem Rauchrohranschluss von 150 beziehungsweise 180 mm Durchmesser lässt sich die Serie auch in beengten Einbausituationen unterbringen.
Foto: Austroflamm
Brunner
Bei Brunner firmiert die wasserführende Technik unter der HKD-SK-Serie, die auf zwei Funktionsprinzipien setzt: den „Stubenkessel“ mit hoher Kesselleistung bei erhaltenem Kachelofeneffekt, gesteuert über eine Umschalt- beziehungsweise Moritzklappe vor dem Schornstein, und den „Kompaktkessel“, bei dem der Kachelofen mit festem oder variablem Kesselanteil arbeitet. Beide Varianten verfügen über einen integrierten Wasserwärmetauscher, einen Sicherheitswärmetauscher als Überhitzungsschutz sowie eine über einen Bedienhebel steuerbare Reinigungsmechanik; je nach Bauart und Betriebsweise lässt sich der Wasseranteil zwischen etwa 30 und 70 Prozent variieren. Zur Serie zählen unter anderem die Modelle HKD 2.2 SK, HKD 2.2 XL-SK/h und HKD 7 SK, erhältlich als Tunnel-, Flach- oder Eckvariante sowie als komplett vorkonfigurierter Systemofen (BSO) mit werkseitig kombiniertem Kessel.
Foto: Brunner
Camina & Schmid
Camina & Schmid bietet mit dem Profi W 12 einen Heizeinsatz mit 14,9 kW Nennwärmeleistung an, bei dem rund 70 Prozent der Wärme wasserseitig und 30 Prozent raumseitig über Konvektion beziehungsweise Speicher abgegeben werden. Zur wasserführenden Produktfamilie zählen außerdem der Profi W 7, der Profi W 7 GL sowie die Modelle LINA W und EKKO W. Kennzeichnend für die Baureihe ist ein werkzeuglos von vorn zugänglicher Kompressionsring-Wasseranschluss.
Foto: Camina & Schmid
firetube
Einen anderen Weg geht die firetube GmbH: Mit dem modularen Wasserkonzept„firetube water“ lassen sich Lösungen von der unverkleideten, puristischen Brennerausführung bis zur vollverkleideten Einbaulösung im Kachelofen frei kombinieren. Herzstück ist eine runde Brennkammer aus 5 mm starkem Stahl, die verschraubt statt genietet und damit reparabel ist; die Wärmetauscherflächen sind zudem selbstreinigend beziehungsweise arbeiten rußfrei, sodass die sonst alle drei bis fünf Wochen nötige Reinigung klassischer Kesseltechnik entfällt – das soll bis zu 50 Prozent Brennholz sparen.
Foto: firetube
Hoxter
Auch Hoxter hat sein wasserführendes Programm zuletzt weiterentwickelt: Relativ neu sind die W-Varianten innerhalb des Produktportfolios, die für den Kachelofen- und Speicherofenbau konzipiert sind. Im Fokus standen dabei Anpassungen bei Tür- und Dichtungstechnik sowie Luftführung und eine erweiterte Systemkompatibilität zu Pufferspeichern – ausgelegt auch für raumluftunabhängige Konzepte und KfW-40/55-Gebäude.
Foto: Hoxter
Foto: Hoxter
Leda
Neu ist ein Wasser-Aufsatzkessel für die Heizeinsatz-Serien Kala und Turma 75. Das optionale Zubehörmodul besteht aus einem Wasserwärmetauscher aus Kesselstahl mit Gussdeckel und integriertem Sicherheitswärmetauscher für die thermische Ablaufsicherung. Nach dem Gegenstromprinzip strömen die Heizgase senkrecht durch acht Rohre nach oben, während das Wasser gegenläufig um die Rohre herum nach unten fließt; das Fassungsvermögen liegt bei rund 40 Litern, gereinigt werden kann der Kessel vom Brennraum aus oder von oben.
Je nach Basisgerät liegt die Wasserwärmeleistung zwischen 1,6 und 4,5 kW – etwa bei der Kala F 55 (8,0 kW Gesamtleistung) sind es 2,5 kW, bei der Kala PS (11,0 kW gesamt) 4,5 kW und beim Turma 75 (7,0 kW gesamt) 1,6 kW. Der Aufsatzkessel lässt sich auch bei dreiseitigen Kaminanlagen einsetzen – eine am Markt bislang einzigartige Eigenschaft.
Foto: Leda
Ofen Innovativ
Ofen Innovativ setzt bei der Wassertechnik auf ein eigenständiges Kesselgerät, den PT2 Power-tauscher, der sich mit zwölf verschiedenen Feuerraum- und Heizeinsatzvarianten des Herstellers kombinieren lässt – etwa aus der GMS-, GSQ/GSR- oder EMS-Serie. Der Wärmetauscher lässt sich um 180 Grad drehbar einbauen, sodass sich die Wartungstür beispielsweise in die Diele oder einen Nebenraum verlegen lässt; ein großzügiger Zugquerschnitt reduziert zudem den jährlichen Wartungsaufwand. Erhältlich ist der PT2 auch als Tunnelvariante mit zwei Glasfronten sowie optional mit elektronischer Abbrandregelung.
Foto: Ofen Innovativ
Palazzetti
Ebenfalls aus Italien stammt die Idro-Serie von Palazzetti – wasserführende Pellet-Kamineinsätze in drei Leistungsstufen: Idro 14 mit 13,6 kW, Idro 16 mit 16 kW und Idro 18 mit 18,2 kW. Das Hydraulikaggregat mit Umwälzpumpe, geschlossenem Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil und Manometer ist werkseitig integriert, ebenso ein Ablass- und Kondensschutzventil. Konzipiert sind die Geräte speziell für den Einbau in Kachelofen- oder Speicherofenverkleidungen.
Foto: Palazzetti
Spartherm
Spartherm hat seine Kamineinsatz-Baureihe Varia auch in wasserführenden Varianten im Programm, etwa als Varia 2Rh H2O, Varia 1Vh H2O-4S oder Varia 2L/2R H2O. Rund 70 Prozent der Wärmeenergie sollen laut Hersteller zur Warmwasserbereitung genutzt werden, die Nennwärmeleistungen der einzelnen Modelle liegen zwischen etwa 8 und 10,4 kW bei einem Wirkungsgrad von über 80 Prozent; angebunden wird über einen Pufferspeicher an die Zentralheizung. Neben Kamineinsätzen bietet Spartherm die Wassertechnik auch als komplette Kaminanlage oder als wasserführenden Kaminofen an, etwa mit dem Modell ambiente a4 H2O.
Foto: Spartherm
Branchen-Statements zur Situation rund um wasserführende Feuerstätten
Wie wird die Zukunft wasserführender Feuerstätten in der Branche eingeschätzt? Wir sprachen mit Vertretern aus Handwerk und Industrie über die aktuelle Marktsituation und fragten zu Nachfrage, politischen Rahmenbedingungen als auch zu Chancen der Wassertechnik nach.
K&L-Magazin: Wie haben sich der Umsatz bzw. die Nachfrage nach wasserführenden Kachelöfen und Heizeinsätzen in den letzten 12 bis 24 Monaten entwickelt – Zuwachs, Rückgang oder stabil?
Hubert Ziegler (Ofen Innovativ OI GmbH): Wir haben zwölf verschiedene Feuerstellen mit Wasserwärmetauscher im Programm. Der Umsatz mit diesen Geräten ist gestiegen – so wie der Umsatz von allen Produkten gestiegen ist. Somit ist proportional kein Rückgang und keine Steigerung zu erkennen.
Hubertus Brunner (Ulrich Brunner GmbH): Die Nachfrage nach wassergeführten Geräten ist in den letzten ein bis zwei Jahren auf einem konstanten Niveau.
Günter Meurer (Ofen-Freund): Ich differenziere hier gerne zwischen Nachfrage und Umsatz: Die Nachfrage ist stabil und wurde meines Erachtens in der Vergangenheit durch die hohen Energiepreise gefördert. Der Umsatz ist in diesem Bereich aber rückläufig, denn die fossile Energieversorgung ist wider Erwarten doch sehr stabil, trotz polemischer Panikmache.
Jochen Scherzer (ASS Kaminbau GmbH): Bei mir sind Nachfrage und Umsatz nach diesen Feuerstätten rückgängig gewesen.
K&L-Magazin: Welche Rolle spielt die Verunsicherung durch das GEG/künftige GMG für die Kaufentscheidung: Bremst die Debatte um Verschiebung (jetzt 1.11.2026) und Wegfall der 65-Prozent-Pflicht eher, oder befeuert sie das Interesse an wasserführenden Ofenlösungen?
Hubert Ziegler: Die Änderung vom GEG hat sich aus unserer Sicht bis jetzt weder negativ noch positiv auf den Absatz dieser Geräte ausgewirkt.
Hubertus Brunner: Da sich der Neubausektor ohnehin auf einem niedrigen Niveau befindet, beeinflusst die aktuelle Debatte die Nachfrage in diesem Bereich nur geringfügig. Sobald der Neubau wieder mehr Fahrt aufnimmt, sind verlässliche Rahmenbedingungen unabdingbar, um Interessenten einer wasserführenden Einzelraumfeuerstätte Planungssicherheit bei der Wahl ihres Heizkonzepts zu geben.
Das Argument gegen Wassertechnik war selten technischer, sondern meist vertrieblicher Natur.«
Günter Meurer: Generell sind immer Verunsicherungen zu spüren, wenn Ankündigungen zu Veränderungen der bestehenden Gesetzeslagen diskutiert werden. Dieses Gesetz hat aber bei uns im Bereich südliches NRW und RLP nicht dazu geführt, dass Kunden den Energieträger Holz mit Wassertechnik in ihre Vorhaben integrieren.
Jochen Scherzer: Ich kann da nur prognostizieren und denke, dass Wassertechnik durch den Wegfall der 65% weniger angefragt werden wird.
K&L-Magazin: In welchem Einsatzkontext wird der wasserführende Kachelofen aktuell am häufigsten nachgefragt – Neubau, energetische Sanierung im Bestand oder als Ergänzung zu Wärmepumpe/Hybridanlage?
Hubert Ziegler: Ob diese Geräte mehr im Neubau oder Umbau eingesetzt werden, ist von Herstellerseite schwer zu erkennen. Unser Handwerksbetrieb vermarktet sie definitiv am häufigsten in Verbindung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. In diesem Fall ist der Sanierungsbereich von älteren Häusern der Hauptmarkt.
Hubertus Brunner: Aktuell ist die Nachfrage meist mit der umfangreichen energetischen Sanierung verbunden.
Günter Meurer: Diese Überlegungen sind bei Kunden, die bereits in ihren Häusern wohnen, nach wie vor vorhanden, werden jedoch häufig aus Kostengründen nicht umgesetzt oder weil ihnen der Anschluss an das vorhandene hydraulische System zu aufwendig ist. Im Neubau wird er wenig nachgefragt, bei Kernsanierungen schon eher. Die vorrangige Beratung läuft über Energieberater oder Heizungsbauer, und diese scheinen die Kunden nicht in diese Richtung zu beraten.
Jochen Scherzer: Die Nachfrage ist bei uns im Neubau, zusätzlich zur Wärmepumpe, am stärksten.
K&L-Magazin: Sehen Sie den wasserführenden Kachelofen als anerkannten Baustein der Wärmewende, oder fehlt ihm dafür die politische/förderrechtliche Sichtbarkeit (z. B. bei BEG/KfW-Förderung)?
Hubert Ziegler: Unsere Erfahrung zeigt, dass jeder Ofen mit Wasserwärmetauscher sehr wohl Teil der Wärmewende ist. Leider ist der Absatz durch fehlende Akzeptanz (vor allem vom UBA) und der fehlenden Förderung viel zu gering, um einen nennenswerten Beitrag für die Wärmewände zu leisten.
Hubertus Brunner: Technisch sehe ich den wasserführenden Kachelofen sehr wohl als Teil der Lösung hin zu einer klimafreundlichen Wärmewende. Leider vermisse ich nach wie vor dafür die Unterstützung seitens der Politik, da diese Form der CO2-neutralen Wärmeerzeugung nach wie vor keine Förderung erhält.
Günter Meurer: Ich denke, dass Kunden natürlich sehr gerne Fördergelder in Anspruch nehmen, aber das ist nicht das Hauptargument für die Investition. Es mangelt nach wie vor an unserer Sichtbarkeit, wir als Handwerk, als Branche und als Interessenvertretungen für den Ofenbau müssen zeigen, was wir anbieten und umsetzen können.
Jochen Scherzer: Ja, ich sehe den wasserführenden Kachelofen als Baustein, er müsste jedoch gefördert werden.
K&L-Magazin: Welche technische oder wirtschaftliche Hürde bremst aktuell am stärksten den Absatz – Pufferspeicher-/Systemkosten, Fachhandwerkermangel oder Unklarheit bei Förderbedingungen?
Hubert Ziegler: Die Fragen, welche informativen, technischen, finanziellen und rechtlichen Hürden den Absatz am meisten hemmen, könnten ein Buch füllen. Viele Informationen durch Wärmepumpenbauer, Lüftungsbauer, Architekten und Energieberater hemmen das Geschäft schon, bevor überhaupt ein Fachgespräch stattfindet. Das ärgert uns Hersteller am allermeisten. Technisch könnten die Geräte heutzutage zum Beispiel mit neuen modernen Regelungen für die Verbrennungsluft und neuen innovativen Abgasreinigungen wesentlich besser arbeiten. Wir hinken da der Kesselindustrie um Jahrzehnte hinterher.
Auch die Mehrkosten für einen Wasserwärmetauscher sind meist nicht gerechtfertigt. Im Vergleich zu einem italienischen Pelletkamin-ofen, in dem die Pumpengruppe, die Regelung, die Sicherheit und das Ausdehnungsgefäß für kleines Geld integriert ist, haben wir bei den handwerklichen Öfen viel zu teure Komponenten. Die meist individuelle hydraulische Anbindung an ein bestehendes Heizungssystem ist ebenso nicht selten viel zu teuer und oft auch nicht gut. Die rechtlichen Bedingungen sind ebenfalls alles andere als förderlich. Da ist die mit Fehlern behaftete strömungstechnische Bemessung, die nicht selten eine unnötige Schornsteinsanierung oder aufwändige Verbrennungsluftleitungen erfordert.
Die Umstellung der Normreihe auf die Norm 16510 ist ebenfalls mit zusätzlichen Vertriebshemmnissen gekoppelt. Die irren Kosten für die Überwachung von Lüftungsanlagen könnten durch einen CO-Warner für 20 Euro entfallen. Die Schornsteinmündungs-Verordnung, die das Neuerrichten von Schornsteinen deutlich erschwert, bremst ebenfalls den Absatz. Verbrennungsverbote, Anschlusszwänge, Rauchbelästigungen und fehlender Holzlagerplatz bei der Planung verderben ebenso oft die Ofeninvestition.
Hubertus Brunner: Die größte Hürde ist der Fachhandwerkermangel. Nur wenige Betriebe beschäftigen sich mit dieser Form von Heizkonzepten und forcieren diese auch aktiv im Verkauf.
Günter Meurer: Die hohen Systemkosten habe ich ja schon angesprochen. Den mangelnden Willen des Ofenbauers, sich mit der Wassertechnik auseinanderzusetzen, sehe ich im Vordergrund. Die Möglichkeiten, solche Vorhaben umzusetzen, sind meines Erachtens mit den vorhandenen Kräften durchaus möglich. Klare, gemeinsame Aussagen von GVOB und ZVSHK würden sicherlich helfen, den Endkunden das Thema näher zu bringen und sie so erst einmal auf die Idee für ein solches Vorhaben zu bringen. Ich sehe also weniger die unklaren Förderbedingungen, sondern eher das Unwissen, dass ein solches System überhaupt funktioniert. Darüber hinaus fehlt mir immer die Betonung der Unabhängigkeit als großen Vorteil gegenüber anderen Energieträgern.
Jochen Scherzer: Ich sehe eine Mischung aus allen vorgenannten Punkten, aber die Unklarheit der Förderbedingungen machen es besonders schwierig, Heizkonzepte mit wasserführenden Öfen umzusetzen.
Foto: Ofen Innovativ
Hubert Ziegler
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Günter Meurer
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Hubertus Brunner
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Jochen Scherzer
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