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/// Junge Ofenbautalente

Ofenbau-Nachwuchs im hohen Norden

K&L-Magazin: Hallo Pit, wann hast Du Dich entschieden, Ofenbauer zu werden – und was hätte gegebenenfalls alternativ noch zur Wahl gestanden?

Pit Johannsen: Eigentlich wusste ich schon immer, dass ich in den Ofenbau gehen möchte, da mein Vater im gleichen Gewerbe tätig ist. Ich brauche einen aktiven Beruf. Zur Wahl standen für mich letztlich Polizei oder Ofensetzer – entschieden habe ich mich für das Handwerk.

K&L-Magazin: Welche Gründe waren es im Einzelnen, die Deine Berufswahl beeinflussten?

Pit Johannsen: Mein Vater und sein Betrieb haben mich stark geprägt. Durch das Mithelfen und die Praktika habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit liegt und Spaß macht.

Zur Wahl stand für mich eine Ausbildung bei der Polizei oder als ­Ofensetzer.«

Pit Johannsen

K&L-Magazin: Welche handwerklichen oder technischen Erfahrungen hattest Du gegebenenfalls schon vor Ausbildungsbeginn?

Pit Johannsen: Ich habe oft auf Baustellen im elterlichen Betrieb geholfen und außerdem zwei Praktika im Bereich Ofenbau absolviert.

K&L-Magazin: was hat Dir im Verlauf Deiner Ausbildung am besten gefallen und was gegebenenfalls auch nicht so gut?

Pit Johannsen: Am meisten gefällt mir, dass man sieht, wie aus Einzelteilen ein fertiger Ofen entsteht und dass jeder Auftrag individuell ist. Weniger gut finde ich manchmal, wenn auf Baustellen organisatorisch etwas nicht klappt – das kostet Nerven.

K&L-Magazin: Was sollten Betriebe unbedingt (mehr) tun, um Ofenbau-Azubis zu gewinnen?

Pit Johannsen: Betriebe sollten zeigen, wie abwechslungsreich der Job ist, und jungen Leuten früh Chancen geben, das Handwerk kennenzulernen – zum Beispiel durch Praktika. Außerdem sind gute Betreuung und Wertschätzung sehr wichtig.

K&L-Magazin: Welche Voraussetzungen sollten Ofenbau-Azubis mitbringen, um im Job gut zu werden?

Pit Johannsen: Man sollte Geduld mitbringen, handwerkliches Geschick haben und Freude an körperlicher Arbeit und Technik.

K&L-Magazin: Wie wichtig ist Dir das Arbeiten im Team?

Pit Johannsen: Sehr wichtig – ohne ein eingespieltes Team klappt es auf Baustellen nicht.

K&L-Magazin: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Kunden/Auftraggebern?

Pit Johannsen: Ebenfalls wichtig. Es macht Spaß, die direkte Rückmeldung und die Zufriedenheit der Kunden zu erleben.

In zehn Jahren könnte ich mir vorstellen, den Betrieb meines Vaters zu übernehmen.«

Pit Johannsen

K&L-Magazin: Beschreibe ein schönes und gegebenenfalls auch ein problematisches Erlebnis mit Kunden (und wie Ihr es gelöst habt).

Pit Johannsen: Einmal zog ein Ofen nicht richtig und der Rauch drang in die Wohnung. Durch Veränderungen am Einsatz und eine Verlängerung des Schornsteins konnten wir das Problem schnell und sauber lösen – zur großen Zufriedenheit des Kunden.

K&L-Magazin: Beschreibe einen typischen Arbeitstag in Deinem Unternehmen.

Pit Johannsen: Morgens treffen wir uns im Betrieb, laden Material und Werkzeuge ein und fahren zur Baustelle. Dort wird am Ofen gearbeitet – je nach Baufortschritt Mauern, Verkleiden oder Einsetzen. Abends bereiten wir alles für den nächsten Tag vor.

K&L-Magazin: Wo siehst Du Dich (jobmäßig) in fünf bis zehn Jahren?

Pit Johannsen: Wenn es optimal läuft, habe ich meine Ausbildung abgeschlossen, den Meister gemacht und vielleicht sogar ein triales Studium mit Bachelor im Handwerksmanagement absolviert. In etwa zehn Jahren könnte ich mir gut vorstellen, die Firma meines Vaters zu übernehmen und weiterzuführen.

K&L-Magazin: Welche weiteren Interessen / Hobbies hast Du?

Pit Johannsen: In meiner Freizeit gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio. Sport ist für mich ein guter Ausgleich zur Arbeit.

K&L-Magazin: Wurden Deine Erwartungen an den Beruf nach einiger Zeit der Ausübung eher positiv übertroffen oder stimmten sie weitgehend mit dem Bild überein, das Du im Vorwege von dem Beruf hattest?

Pit Johannsen: Meine Erwartungen wurden bisher positiv bestätigt. Überraschend für mich war, wie vielfältig der Beruf ist – er ist viel mehr als „nur Steine setzen“.

K&L-Magazin: Wie ist Dein persönliches Fazit für unsere Leserinnen und Leser?

Pit Johannsen: Der Beruf verbindet Tradition, Technik, Handwerk und Kreativität. Er fordert mich und macht mir unglaublich viel Spaß.

Morgens lädt Pit Material ab und rüstet die Baustelle ein.

Foto: Pit Johannsen

Morgens lädt Pit Material ab und rüstet die Baustelle ein.
Die Vielseitigkeit des Ofenbau-Handwerks zeigt sich auch in der Vielzahl unterschiedlicher Werkzeuge, mit denen Pit arbeitet.

Foto: Pit Johannsen

Die Vielseitigkeit des Ofenbau-Handwerks zeigt sich auch in der Vielzahl unterschiedlicher Werkzeuge, mit denen Pit arbeitet.
Pit beim Einpassen eines Luftgitters.

Foto: Pit Johannsen

Pit beim Einpassen eines Luftgitters.

Foto: Pit Johannsen

Mit Liebe und Sorgfalt widmet sich Pit hier einem antiken Kachelofenschätzchen ...

Foto: Pit Johannsen

Mit Liebe und Sorgfalt widmet sich Pit hier einem antiken Kachelofenschätzchen ...
… und jetzt bloß keine weiße Tapete anfassen!

Foto: Pit Johannsen

… und jetzt bloß keine weiße Tapete anfassen!

Lebenslauf Pit Johannsen

Geburtsdatum: 19.04.2006

Wohnort: 24589 Nortorf

Schulbildung: Fachhochschulreife

Ausbildung: Seit 01.08.2025 Aus­bildung zum Ofen- und Luftheizungsbauer

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