Ab dem 27. September müssen Hersteller, Kaminstudios und Fachbetriebe sowie Brennstoffhändler ihre Kommunikation überprüfen.
An einer neuen Regelung für die Feuerstättenbranche führt kein Weg vorbei – viele Unternehmen haben bislang kaum etwas von der „EmpCo-Richtlinie gehört“. Die europäische Richtlinie – ihr vollständiger Name lautet „Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel“ – wird in Deutschland über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb umgesetzt. Ihr Ziel ist es, Verbraucher besser vor pauschalen, irreführenden oder nicht belegbaren Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zu schützen.
Ab dem 27. September gelten damit neue Anforderungen für die Kommunikation von Herstellern, Kaminstudios, Fachbetrieben, Zulieferern und Brennstoffanbietern. Allgemeine Aussagen wie „umweltfreundlich“, „klimafreundlich“, „ökologisch“, „grün“ oder „nachhaltig“ dürfen künftig nicht mehr ohne Weiteres verwendet werden. Auch Formulierungen wie „CO₂-neutral“, „erneuerbare Wärme“ oder „sauberer Abbrand“ müssen im jeweiligen Zusammenhang sorgfältig geprüft werden. Zulässig bleiben konkrete Aussagen, wenn sie eindeutig formuliert und belastbar belegt sind. Für die Feuerstättenbranche ist das besonders relevant. Viele der künftig kritisch zu bewertenden Begriffe gehören seit Jahren zum üblichen Sprachgebrauch. Sie finden sich auf Unternehmenswebseiten, Produktseiten, in Herstellertexten, Broschüren, Pressemitteilungen und Beiträgen in den sozialen Medien. Gerade die Internetauftritte von Kaminstudios und Fachbetrieben sind häufig über viele Jahre gewachsen. Texte wurden von Herstellern übernommen oder von Agenturen, Dienstleistern und früheren Mitarbeitern erstellt. Am Ende erscheinen jedoch sämtliche Inhalte unter dem Namen des jeweiligen Unternehmens.
Die Neuregelung gilt zwar nicht rückwirkend, ältere Aussagen müssen dennoch überprüft werden, wenn sie nach dem 27. September weiterhin öffentlich zugänglich sind oder erneut verwendet werden. Hinzu kommt: Mithilfe künstlicher Intelligenz können Wettbewerber und spezialisierte Kanzleien große Mengen öffentlich zugänglicher Inhalte in kurzer Zeit nach problematischen Aussagen durchsuchen und abmahnen.
Der PR-Berater und Branchenkenner Dr. Volker Schulz hat vor diesem Hintergrund einen speziellen Kommunikationscheck für die Feuerstättenbranche entwickelt. Schulz verbindet 30 Jahre Branchenerfahrung mit einem KI-gestützten Prüfsystem, das nicht nur nach einzelnen Reizwörtern sucht. Es bewertet Aussagen im sprachlichen Zusammenhang, erkennt indirekte Umweltaussagen und missverständliche Schlussfolgerungen und weist auf Zahlen oder Vergleiche hin, für die belastbare Belege erforderlich sind. Bei der Webseiten-Prüfung werden sämtliche öffentlich zugänglichen und technisch erfassbaren Textinhalte des Internetauftritts untersucht. Jede Fundstelle wird mit der genauen Internetadresse und der Originalaussage dokumentiert, nach ihrem Risiko eingeordnet und verständlich begründet. Zusätzlich erhält das Unternehmen konkrete, branchenspezifische Formulierungsvorschläge.
Ergänzt wird die individuelle Webseiten-Prüfung durch einen 20-seitigen Leitfaden für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Er erläutert die neuen Anforderungen, bewertet typische Formulierungen aus der Feuerstättenbranche und schafft eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Inhaber, Mitarbeiter, Marketingverantwortliche und Webdienstleister. So entsteht keine bloße Trefferliste, sondern eine konkrete Anleitung für die Überarbeitung – und reduziert den eigenen Arbeitsaufwand erheblich (Leitfaden und Webseiten-Prüfung dienen der kommunikativen Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung).
Kontkat: Tel. 0221/425812 oder per E-Mail info@dr-schulz.de