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EFA-Technikworkshop

Orientierung bei der Umsetzung der DIN EN 16510

Die Einführung der europäischen Normenreihe DIN EN 16510 stellt die Feuerstättenbranche vor neue technische und regulatorische Herausforderungen. Zahlreiche Fragen zur praktischen Umsetzung beschäftigen derzeit Hersteller, Prüfinstitute, Schornsteinfeger und Fachhandwerk. Um diese Entwicklungen einzuordnen und offene Punkte gemeinsam zu diskutieren, hatte die Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) am 2. Juli 2026 zu einem digitalen Technikworkshop eingeladen.

„Mit den neuen europäischen Normen ergeben sich zahlreiche Detailfragen, die nur im engen Austausch zwischen Herstellern, Prüfinstituten und den Fachorganisationen sinnvoll beantwortet werden können. Genau dafür bieten wir mit unseren Technikworkshops eine Plattform“, sagte Uwe Striegler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft, der gemeinsam mit dem technischen Berater Dirk Böhringer durch die Veranstaltung führte.

Im Mittelpunkt des Workshops standen die praktischen Folgen der neuen Regelwerke für Hersteller, Fachhandwerk und Schornsteinfeger. Ausführlich diskutiert wurden die Anforderungen an raumluftunabhängige Feuerstätten nach DIN EN 16510. Dabei ging es insbesondere um die künftig maßgeblichen Systemgrenzen, die Anforderungen an Verbindungsstücke und Verbrennungsluftleitungen sowie um Fragen der Herstellerdokumentation. Ziel war es, bestehende Auslegungsfragen zu klären und eine möglichst einheitliche Anwendung der neuen Vorgaben in der Praxis zu fördern. Ein weiterer Schwerpunkt war die Mehrfachbelegung von Feuerstätten. Anhand der europäischen und nationalen Regelwerke diskutierten die Teilnehmer die Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb sowie aktuelle Fragestellungen rund um neue Gerätekonzepte, insbesondere kombinierte Scheitholz- und Pelletfeuerstätten. Deutlich wurde, dass viele Fragen weniger die technischen Möglichkeiten als vielmehr die Auslegung bestehender Regelwerke betreffen. Die EFA will die Ergebnisse des Workshops deshalb in Form von praxisorientierten Handlungsempfehlungen und Informationsunterlagen aufbereiten und der Branche zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus informierten die Referenten über den aktuellen Stand mehrerer europäischer Produktnormen. Vorgestellt wurden die Entwicklungen bei Speicherfeuerstätten, Kombinationsfeuerstätten für Scheitholz und Pellets sowie Saunaöfen. Auch die laufenden Übergangsfristen und die Anforderungen an Prüfung, Konformitätsbewertung und Marktüberwachung waren Gegenstand des fachlichen Austauschs. Diskutiert wurde außerdem der Umgang mit sogenannten Notfeuerstätten. Aus Sicht der Teilnehmer sollten bestehende Anlagen nach Möglichkeit nicht vollständig außer Betrieb genommen werden, um spätere Anschlussmöglichkeiten und einen unkomplizierten Austausch gegen moderne Feuerstätten zu erhalten.

Der Workshop machte deutlich, dass der Bedarf an fachlicher Abstimmung mit der fortschreitenden europäischen Harmonisierung weiter wächst. Die Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft wird den technischen Dialog deshalb auch künftig mit regelmäßigen Workshops fortsetzen. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen frühzeitig einzuordnen, Erfahrungen aus der Praxis zusammenzuführen und Herstellern, Fachbetrieben sowie Schornsteinfegerorganisationen eine verlässliche Orientierung bei der Umsetzung neuer technischer Anforderungen zu geben.