Ofenbauer aus den Innungen Ostsachsen, Leipzig und Chemnitz nutzten am 20. August eine gemeinsame Ausfahrt für einen Besuch bei Sommerhuber in Steyr. Begleitet wurde die Gruppe von den Obermeistern Hendrik Schütze, Johannes Förster und Jan Müller. Erste Station war die 1.500 Quadratmeter große Ausstellung des Keramikspezialisten. Mehr als 60 Kachelöfen und Kachelkaminen unterschiedlicher Stilrichtungen zeigen dort die gestalterische Bandbreite moderner Ofenkeramik. Teil der Ausstellung ist zudem das Kachelofenmuseum mit seiner beeindruckenden Sammlung historischer Kachelöfen. Damit spannt Sommerhuber einen Bogen von der Geschichte des Hafnerhandwerks bis zu aktuellen Formen, Oberflächen und Glasuren.
Bei der anschließenden Werksführung ging es dann um die Fertigung: von der Aufbereitung der keramischen Masse über Modell- und Formenbau sowie Gießerei bis zum Glasurauftrag und Brennprozess. Die Glasuren werden im hauseigenen Labor entwickelt und hergestellt, die Kacheln anschließend bei über 1.000 Grad Celsius rund 26 Stunden gebrannt. Trotz moderner Technik bleibt die Produktion stark handwerklich geprägt – jede Kachel wird einzeln gefertigt und abschließend auf technische und optische Qualitätsmerkmale geprüft. Neben den fachlichen Eindrücken bot die gemeinsame Ausfahrt reichlich Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen den Ofenbauern der drei Innungen.