Die Messegesellschaft BolognaFiere kündigt die Einführung von Be Fire an, der neuen internationalen Fachmesse für Feuer und Biomasseheizung, die vom 10. bis 12. Februar 2027 in Bologna stattfinden wird. Mit der Organisation von „Be Fire“ präsentiert man in Bologna ein Projekt, das von Anfang an als europäische Plattform konzipiert wurde und über die Grenzen Italiens hinausgehen soll.Über die Hintergründe sprachen wir mit Raul Barbieri (Geschäftsführer der Be Fire) und Claudia Weidner (International Sales).
K&L-Magazin: Mit der „Be Fire“ plant die italienische Messegesellschaft BolognaFiere schon im kommenden Jahr eine neue international geprägte Fachmesse für Feuerstätten. Vor dem Hintergrund des in Europa bereits bestehenden vielfältigen Messeangebots: Was waren die Impulse für ein neues Messeformat?
Raul Barbieri: Der Impuls kam direkt aus dem Markt. Und er war eindeutig. Biomasse-Heizsysteme zählen zu den bedeutendsten erneuerbaren Energiequellen Europas. Und dennoch ist dies ein Sektor, der zu wenig Aufmerksamkeit erhält, häufig unterschätzt wird und über den oft falsch berichtet wird. Gleichzeitig stellt die Branche selbst fest: Die bestehenden Messeformate sind überwiegend national oder regional ausgerichtet. Was gefehlt hat, ist ein wirklich europäischer Treffpunkt, einer, der nationale Grenzen überwindet und neue Beziehungen, Märkte und Chancen schafft. Und da dieser Funke auf uns übergesprungen ist, planen wir hieraus ein glühendes Feuer zu machen. Bereits 2027.
Claudia Weidner: Hinzu kommt ein klares Signal aus der Industrie: Die Branche wünscht sich ein Format, das konsequent auf Fachbesucher ausgerichtet ist. Keine Endverbraucher, sondern Entscheider, Einkäufer, Fachhandwerker, Planer. Menschen, die wirklich Geschäfte machen wollen. Kurz, effizient, auf Augenhöhe. Drei Tage, moderate Preise, kurze Wege. Das ist kein Zufall, das ist das Ergebnis intensiver Gespräche mit der Industrie. Wir wollen gemeinsam mit der Branche wachsen. Und wir setzen genau dafür einen neuen Standard.
Be Fire findet erstmals vom 10. – 12. Februar 2027 auf dem Gelände der BolognaFiere statt.«
K&L-Magazin: Welches Messe-Konzept verfolgt die „Be Fire“ und worin soll sich dieses Präsentations- und Netzwerk-Event unterscheiden?
Claudia Weidner:Be Fire steht auf drei Säulen: Internationalisierung, Innovation und Emotion. Zur Internationalisierung: Wir arbeiten aktiv mit den wichtigsten europäischen Branchenverbänden zusammen, erste Verträge stehen kurz vor der Unterzeichnung. Unser Ziel ist eine crossmediale Kommunikationskampagne in allen relevanten europäischen Märkten, flankiert von einem starken Vertriebsnetz mit direkter Präsenz vor Ort.
Zur Innovation: Be Fire macht die fortschrittlichsten Entwicklungen der Branche sichtbar. Neue Technologien, höhere Effizienz, reduzierte Emissionen. Wir geben Start-ups eine Bühne, bringen KI-Anwendungen in den Dialog und schaffen Raum für neue Geschäftsmodelle. Denn der Sektor steht vor der Aufgabe, bestehende Strukturen grundlegend zu überdenken, von Einkaufsprozessen über Vertriebsstrukturen bis hin zur wirtschaftlichen Zugänglichkeit der Produkte.
Raul Barbieri: Und dann ist da die dritte Säule, die uns besonders am Herzen liegt: Emotion. In den vergangenen Jahren hat die Branchenkommunikation Normen, technische Anforderungen und Regulatorik in den Vordergrund gestellt, und dabei das Wesentliche aus den Augen verloren. Feuer berührt Menschen. Es ist Wärme, Atmosphäre, Lebensqualität. Auf der Be Fire werden Produkte live in Betrieb gezeigt. Öfen und Kamine werden neu interpretiert, nicht als technisches Gerät, sondern als bewusstes architektonisches Statement. Dafür statten wir bereits jetzt eine Halle mit Rauchgasanschlüssen aus. Das ist ein konkretes Investment in die Qualität des Erlebnisses.
Und was den Rahmen betrifft: BolognaFiere ist eine der renommiertesten Messegesellschaften Europas. Bologna selbst ist hervorragend erreichbar. Mit dem Auto über eine eigene Autobahnausfahrt, mit dem Flugzeug sowie auch mit der Bahn. Und bis zur Messe wird sogar eine eigene Tramlinie von der Innenstadt bis zum Messegelände fertig werden. So wird Be Fire die Messe der kurzen Wege, im besten Sinne.
Der Impuls kam direkt aus dem Markt. Und er war eindeutig. Biomasse-Heizsysteme zählen zu den bedeutendsten erneuerbaren Energiequellen Europas.«
K&L-Magazin: Welcher Veranstaltungsrhythmus ist für dieses Messe-Event angestrebt?
Raul Barbieri: Die Be Fire ist als zweijährige Messe konzipiert. Das ist eine bewusste Entscheidung: Wir wollen Qualität vor Quantität und uns dem Innovationszyklus des Marktes anpassen. Eine Messe, auf die sich die Branche wirklich vorbereitet, bei der die Aussteller mit voller Energie dabei sind und bei der jede Ausgabe ein echtes Highlight ist. Gemeinsam mit dem Markt werden wir spätestens zur ersten Be Fire im Februar 2027 entscheiden, wann die nächste Messe stattfindet. Diese Entscheidung treffen wir nicht allein – sondern im Dialog mit der Branche.
Claudia Weidner: Die Branche hat uns ein klares Zeitfenster vorgegeben, zwischen Januar und Anfang April. Das ist der relevante Saisonzyklus für diese Produktkategorie. Und genau in diesem Zeitraum gibt es in Bologna einen freien Slot. Den haben wir genutzt. Wir haben den Termin zudem so gewählt, dass Aussteller logistisch problemlos von einer Messe zur nächsten reisen können, Standbau und Organisation lassen sich gut aufeinander abstimmen. Wer auf der Be Fire ausstellt, kann danach zu anderen Veranstaltungen weiterreisen. Das ist kein Widerspruch, das ist Planbarkeit.
Raul Barbieri: Ich verstehe die Diskussion, die hinter dieser Frage steht. Die Branche durchlebt wirtschaftlich herausfordernde Zeiten – das ist Realität, und das nehmen wir ernst. Genau deshalb haben wir die Be Fire so konzipiert, wie sie ist: moderate Beteiligungspreise, drei kompakte Messetage, maximale Effizienz. Wir wollen keine zusätzliche Belastung sein – wir wollen ein echter Mehrwert sein. Die Energie des Feuers trifft auf die Zukunft. Das ist unser Versprechen an die Branche.◾