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Der „Omniofen“ – Kachelofen-Heizzentrale für fast alles

Firetube hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner runden Brennkammer, dem firetube burner, einen Namen gemacht. Ob Grundofen, Kachelofeneinsatz, Saunaofen oder wasserführende Lösungen mit Selbstreinigungstechnik – die Leipziger gelten als Spezialisten für ungewöhnliche Ofenkonzepte. Mit dem neuen „Omniofen“ will das Unternehmen nun noch einen Schritt weitergehen. Der Anspruch ist selbstbewusst formuliert: ein Ofen, der nahezu alles kann. K&L-Magazin sprach mit firetube-Gründer Axel Schmitz über die Idee hinter dem neuen Konzept.

K&L-Magazin: Herr Schmitz, „Omni“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „alles“. Was steckt hinter dem Namen Omniofen?

Axel Schmitz: Kurz gesagt ist der Omniofen eine allumfassende Kachelofenheizung. Unser Ziel war es, die typischen Schwachstellen wassergeführter Systeme zu beseitigen – etwa Bedienfehler oder komplizierte Schnittstellen zwischen Ofenbauer und Heizungsbauer. Der Omniofen benötigt keinen separaten Heizraum, arbeitet mit nur einer Pumpe und lässt sich individuell verkleiden. Gleichzeitig kann der Nutzer damit heizen, Warmwasser erzeugen, schmoren, grillen und sogar Brot backen. Und: Er ist auf einen möglichen Stromausfall vorbereitet.

K&L-Magazin: Das klingt ambitioniert. Wie funktioniert das Konzept?

Axel Schmitz: In der Omniofen-Heizkammer steckt die komplette Technik. Vom Kesselbrenner und der Warmluftnachheizfläche über den firetube-Absorberspeicher bis hin zur Brauchwasserbereitung, Sicherheitsgruppen, dem Membranausdehnungsgefäß und mindestens einer außentemperaturgeführten Heizkreispumpe ist alles integriert. Verpackt wird das Ganze in einer isolierten Hypokaustenverkleidung, die individuell gestaltet werden kann. Im Normalbetrieb arbeitet der Omniofen überwiegend als Strahlungsofen. Bei Stromausfall oder wenn kurzfristig mehr Warmluft benötigt wird, kann die Anlage jedoch auch als offene Anlage betrieben werden. Das macht sie äußerst flexibel. Die Technik wird vorelementiert geliefert. Pumpengruppe und Multifunktionssteuerung sind bereits vorverkabelt – Schukostecker einstecken und loslegen. Die Schnittstelle zum Heizungsbauer beschränkt sich auf Heizungs-Vor- und Rücklauf sowie die Kalt- und Warmwasseranschlüsse. Besonders wichtig ist uns dabei die Einfachheit: Der firetube-Absorberspeicher und die Brauchwasserbereitung können über Schwerkraft betrieben werden – strom- und wartungsfrei.

K&L-Magazin: Für wen wurde der Omniofen entwickelt?

Axel Schmitz: Das Einsatzspektrum ist erstaunlich breit. Mit einer Grundfläche von etwa 1,5 bis 2 Quadratmetern eignet sich der Omniofen besonders für Einfamilienhäuser ohne Keller oder Gebäude, in denen kein Platz für aufwendige Heiztechnik vorhanden ist. Denkbar ist aber auch der Einsatz als Ersatz für klassische Etagenheizungen in Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus sehen wir Potenzial überall dort, wo zeitweise Warmwasser und schnelle Konvektionswärme gefragt sind – etwa in Atelierwohnungen oder Werkstätten. Aktuell planen wir sogar einen Omniofen für eine Privatbrauerei in Franken. Firetube und Bier – das passt überraschend gut zusammen. Da die Anlagen vorkonfektioniert und sogar hubwagenfertig aufgebaut werden können, sind auch mobile Anwendungen als Zelt- oder Notheizung denkbar. Neue Einsatzmöglichkeiten fallen uns fast täglich ein. Die wichtigste Zielgruppe bleibt aber der Kunde, der einfache Technik, geringe Wartung und überschaubare Investitionskosten schätzt.

K&L-Magazin: Apropos Kosten – günstig soll der Omniofen ebenfalls sein?

Axel Schmitz: Das war tatsächlich eines unserer wichtigsten Entwicklungsziele. Multifunktionale Heizsysteme liegen schnell bei 40.000 Euro oder mehr. Beim Omniofen hängt der Endpreis zwar von Verkleidung, Materialwahl und dem gewünschten Ausstattungsumfang ab, für die Basisversion der Ofentechnik streben wir jedoch Endkundenkosten von unter 20.000 Euro an.

Das System ist dabei offen für Erweiterungen. Kombinationen mit Photovoltaik, Solarthermie oder Wärmepumpen sind ebenso möglich wie künftig die Verbindung von Scheitholz- und Pelletbetrieb. Der Kunde entscheidet letztlich selbst, wie weit er gehen möchte.

K&L-Magazin: Wird der Omniofen als Einzelraumfeuerstätte oder als Zentralheizung betrachtet?

Axel Schmitz: Das hängt stark vom jeweiligen Gebäude und der Nutzung ab. Grundsätzlich scheuen wir die Anforderungen an Mess- und Nachweispflichten aber nicht. Die nächste Ausbaustufe wird unter anderem mit unserem stromlosen Chronobot, Katalysatoren und Staubabscheidern ausgestattet.

Unser Leitgedanke lautet: „Kunde und Umwelt sind König“. Deshalb wollen wir Emissionsverbesserungen möglichst ohne zusätzliche Handelsspannen an die Kunden weitergeben. Am Ende bleibt der Omniofen jedoch ein handwerklich gesetzter Ofen auf Basis klassischer Kachelofentechnik. Der Unterschied: Die Speichermasse besteht überwiegend aus Wasser statt aus Schamotte. Das bringt Preisvorteile und ermöglicht eine flexible Nutzung und Verteilung der erzeugten Energie im Gebäude.

K&L-Magazin: Wo können sich interessierte Ofenbauer informieren?

Axel Schmitz: Gemeinsam mit meinem Sohn Jim Schmitz bieten wir regelmäßig Schulungen an. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit bei uns melden. In unserer Ausstellung in Leipzig steht der Omniofen bereits zur Besichtigung bereit. Und eines kann ich versprechen: Firetube macht süchtig.

firetube, 04179 Leipzig

Aufgebaut und in Funktion – der neue Omniofen steht ab sofort vor Ort bei firetube zur Besichtigung bereit.

Foto: firetube

Aufgebaut und in Funktion – der neue Omniofen steht ab sofort vor Ort bei firetube zur Besichtigung bereit.

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