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Chancen erkennen. Zukunft gestalten.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Wer unsere Branche aufmerksam beobachtet erkennt derzeit zwei Entwicklungen, die sich scheinbar widersprechen, tatsächlich aber eng miteinander verbunden sind: Die Rahmenbedingungen werden anspruchsvoller, gleichzeitig eröffnen sich für das Ofenbau-Handwerk so viele Perspektiven wie lange nicht mehr.

Die wirtschaftliche Lage bleibt für viele Akteure aus Handwerk, Handel und Industrie herausfordernd. Vielerorts spürt man immer noch eine zurückhaltende Nachfrage, steigende Kosten und wachsende Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen. Noch immer sind gesetzliche und normative Anforderungen zu bewältigen – die Regulatorik fordert Hersteller, Handel und Handwerk gleichermaßen heraus. In Summe zeigt sich fortwährend, wie groß der Bedarf an Orientierung, politischer Interessenvertretung und verlässlichen Rahmenbedingungen ist.

Doch gerade in dieser Situation wird deutlich, welches Potenzial in unserem Handwerk steckt.

Hybride Heizsysteme zeigen, dass moderne Feuerstätten weit mehr sind als reine Zusatzheizungen. Sie erhöhen die Versorgungssicherheit, entlasten Stromnetze und verbinden regenerative Energien mit der bewährten Qualität des heimischen Brennstoffs Holz. Gleichzeitig bestätigen aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zu Grund- und Speicheröfen eindrucksvoll, was das OL-Handwerk seit Generationen aus Erfahrung weiß: Strahlungswärme sorgt für außergewöhnlichen Wohnkomfort und hohe thermische Effizienz. Hinzu kommt ein weiterer entscheidender Faktor: Führung. In wirtschaftlich und gesellschaftlich bewegten Zeiten brauchen Betriebe klare Orientierung. Unternehmer, die Haltung zeigen, ihre Teams mitnehmen und ihre Leistungen aktiv kommunizieren, schaffen Vertrauen – intern wie extern.

Vor diesem Hintergrund zeigt das Interview mit Robert Mülleneisen in dieser Ausgabe worauf es jetzt ankommt! Seine Aussage „Jammern ist keine Strategie“ bringt es auf den Punkt. Unser Handwerk hat eine starke Geschichte, ein überzeugendes Produkt und beste Argumente für die Zukunft. Aber diese Zukunft entsteht nicht von selbst. Wir müssen sie aktiv gestalten.

Die Rahmenbedingungen mögen herausfordernd sein. Doch selten waren die Argumente für handwerklich errichtete Feuerstätten so überzeugend wie heute: Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und ein Wohnkomfort, den keine andere Heiztechnik in gleicher Weise bietet. Wer jetzt aktiv bleibt, sich weiterbildet, klar positioniert und die Chancen nutzt, hat allen Grund, optimistisch nach vorne zu blicken.

Unsere Zukunft wird nicht beschlossen – sie wird gebaut…

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