Die aktuelle Studie „Factsheet Staubemissionen – Update 2025“ der Forschungseinrichtung BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH zeigt deutlich, dass die Feinstaubemissionen aus Biomassefeuerungen maßgeblich vom technischen Stand der Anlagen und deren Betrieb abhängen. Für die Clean Exhaust Association (CEA) bestätigt die Analyse zentrale Positionen der Branche: Eine nachhaltige Biomassenutzung ist ohne konsequente Modernisierung des Anlagenbestandes nicht denkbar – und erfordert den systematischen Einsatz moderner Abscheidetechnologien.
Die von Markus Schwarz und Christoph Strasser im Auftrag des Österreichischen Biomasse-Verbandes erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein erheblicher Anteil der Emissionen aus veralteten Anlagen stammt, während moderne Feuerungen deutlich geringere Werte aufweisen. Gleichzeitig zeigt das Factsheet auf, dass bestimmte Feinstaubanteile – insbesondere aus Asche und Mineralsalzen – auch bei optimierter Verbrennung nur begrenzt reduziert werden können und daher zusätzliche technische Lösungen erforderlich sind.
Genau an diesem Punkt setzt die Abscheidetechnologie an. Das Factsheet weist ausdrücklich darauf hin, dass sekundäre Staubabscheider wie Elektrofilter in den vergangenen Jahren zunehmend eingesetzt werden, um verbleibende Emissionen wirksam zu reduzieren. Damit wird die Abgasnachbehandlung als integraler Bestandteil moderner Biomassefeuerungen bestätigt – nicht als Zusatzoption, sondern als systematische Ergänzung zur Verbrennungsoptimierung.
„Die Studie zeigt sehr klar, dass moderne Biomassenutzung ohne technische Weiterentwicklung nicht funktioniert“, erklärt Bernd Weishaar, Vorsitzender der Clean Exhaust Association. „Der Staubabscheider ist der Schlüssel für einen emissionsarmen Betrieb von Biomasseheizungen. Dort, wo die Verbrennung an ihre physikalischen Grenzen stößt, sorgt die Abscheidung für die notwendige zusätzliche Emissionsminderung.“
Aus Sicht der CEA ergibt sich daraus eine klare Schlussfolgerung: Die Reduktion von Feinstaubemissionen erfordert ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen. Neben dem Austausch veralteter Anlagen und der Optimierung des Betriebs kommt der Nachrüstung und Integration von Staubabscheidern eine zentrale Rolle zu – insbesondere im Bestand, der weiterhin einen erheblichen Teil der Emissionen verursacht.
Zugleich liefert das Factsheet eine wichtige Perspektive für die zukünftige Entwicklung. Die prognostizierten Emissionsminderungen bis 2050 basieren wesentlich auf technologischem Fortschritt und Modernisierung. Abscheidetechnologien können diese Entwicklung nicht nur begleiten, sondern beschleunigen und absichern, indem sie auch unter realen Betriebsbedingungen eine zuverlässige Emissionsreduktion gewährleisten. Dabei wird der Betreiber nicht in der Nutzung der Feuerstätte eingeschränkt und dennoch Bedienfehler ausgeglichen.
„Es ist jetzt an der Politik und auch an der Industrie, diese Möglichkeiten konsequent zu nutzen“, so Weishaar. „Nur wenn Modernisierung, intelligente Verbrennungstechnik und Abscheidung zusammengedacht werden, können die Vorteile der Biomassennutzung voll ausgeschöpft werden – sowohl für den Klimaschutz als auch für die Luftqualität.“