Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch
/// Es ist Dringend!

Letzter Aufruf an die Ofenbranche

Es ist an der Zeit eine überfällige Nachricht in die Öffentlichkeit zu bringen. Wie sicher bereits ein jeder festgestellt hat, steht die Ofenbaubranche und alle weiteren aus der Ressource Holz wärmegewinnenden Branchen und beteiligte Unternehmen unter keinem hellen Stern. Hersteller, Großhändler und manch ein Handwerksbetrieb spüren bereits deutlich die Auswirkungen dieser Misere.

Die Ursache hierfür ist in der öffentlichen Wahrnehmung zu suchen, zu viele Headlines, welche über alle Medien verbreitet werden, sind negativ und nicht förderlich für unsere CO2-neutrale und regional verfügbare Energiegewinnung. Das Problem ist die schwache Stimme der Beteiligten. Aktuell gibt es etliche Verbände und Organisationen, welche sich für die Branche Ofenbau stark machen möchten, diese werden aber nicht gehört. GVOB, HKI, EFA, 850° Verein und etliche weitere Vereinigungen sind sich im Kern zwar einig, häufig werden diese Tätigkeiten aber nebenberuflich zum Alltagsgeschäft ausgeübt, was anerkennend eine echte Herculesaufgabe darstellt. Nur, die Kraft jedes Einzelnen ist medial viel zu schwach und verläuft im Sande. Öffentliche, soziale Medien bringen Headlines wie, lohnt es sich noch einen Kamin zu kaufen, wie lange darf ich noch mit Holz heizen usw.

Nirgendwo wird laut was wir zu leisten im Stande sind, da wir kein einheitliches Organ haben. Um nur ein Beispiel zu bringen, wir nehmen ca. 11 Millionen Einzelraumfeuerungsanlagen, als in der BRD in Betrieb gegeben, setzt man für jede dieser Anlagen einen durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von ca. 1,5 Srm Scheitholz an, so ergibt sich eine jährliche Einsparung an fossilen Brennstoffen von ca. 2,9 Milliarden Liter/qm3 Heizöl/Gas. Wohlgemerkt sind in dieser Berechnung noch keine Holzvergaser/Hackschnitzel und Pelletheizungen enthalten! Das ist das fossile CO2 welches die Atmosphäre tagtäglich zusätzlich belastet und nicht das regionale, regenerative CO2 des Holzes, dies war bereits in der Atmosphäre und wird durch uns effektiv energetisch genutzt, um nicht bei vergleichbarem Ausstoß im Wald zu verrotten. Die Reduzierung durch Optimierung und Austausch von Altgeräten findet ebenfalls keine Erwähnung. Die Forstwirtschaften müssen für Klimaresistenz umbauen, das kostet Geld und ein nicht bewirtschafteter Wald mutiert altersmäßig eher zum COErzeuger, denn nur ein junger und gesunder Bestand leistet in diesem Bereich Höchstleistungen. Die Forstwirtschaft kann und will Brennholz/Biomasse liefern.

Nirgendwo wird laut, was wir zu leisten im Stande sind.«

Kay Otto

Wir brauchen folglich eine gesamtübergreifende und einheitlich starke Stimme. Dies ist allerdings aus meiner persönlichen Sicht nur durch eine Anlaufstelle für Public Relations zu erreichen. Die Aufgabe dieser Institution muss es sein, an allen Pressemitteilungen, öffentlichen Diskussionen, Talkshows, Beschlussfassungen oder Regelwerksänderungen usw. teilzuhaben bzw. zu reagieren. Nachrichtenagenturen und ähnliche müssen wissen, wenn es zu diesem Thema Fragen oder Belange gibt, ist dies der einzig richtige Ansprechpartner. Nur so werden wir erreichen, dass unsere Leistung zum Klimaschutz den verdienten Status in der öffentlichen Wahrnehmung erhält.

Diese Institution/Person darf allerdings kein Phrasendrescher oder Selbstdarsteller sein, sondern muss über fundiertes Wissen in den Sektoren verfügen, eloquent sein und muss standhaft die Interessen der gesamten Holz produzierenden und nutzenden Unternehmen erklären und verteidigen können. Hierzu muss eine wirtschaftliche Unabhängigkeit gegeben sein, es muss übergreifend und technologieoffen argumentiert werden, schlicht er muss für die Sache an sich brennen.

Das kostet, aber wenn jedes Unternehmen und jeder Betrieb dieser Branche seinen entsprechend verträglichen Teil dazu beiträgt, sollte es möglich sein, das Pferd der Zukunft satteln und zahlen zu können.

Ich bin mir sicher mein Gedanke sollte Zuspruch finden und muss weiter auskristallisiert werden, sicherlich wird jemand bereitwillig einen Ort anbieten, an dem alle Fürsprecher zusammenkommen können, um diesen Funken weiter zu schüren.

Es würde mich freuen, wenn Mitstreiter sich die Zeit nehmen und reagieren, um daraus weitere Schritte gehen zu können.

In diesem Sinne, lasst uns ein Feuer entfachen, auf das es alle sehen können, bevor die Glut endgültig erlischt.

Redaktionshinweis:

Wir weisen darauf hin, dass der Inhalt von Leserbriefen die Ansicht der Einsender wiedergibt und mit der Meinung der Redaktion nicht unbedingt übereinstimmt.