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NECD-Evaluierung

Moderne Öfen tragen zur Luftverbesserung bei

Die Europäische Kommission hat ihre umfassende Evaluierung der Richtlinie über nationale Emissionsreduktionsverpflichtungen (NECD) veröffentlicht. Die Analyse macht deutlich, dass der Sektor der häuslichen Festbrennstofffeuerungen weiterhin einen relevanten Anteil an den PM₂.₅-Emissionen vieler Mitgliedstaaten hat. Gleichzeitig zeigt die Auswertung der Emissionsinventare, dass dort, wo Mitgliedstaaten auf moderne Technik, Austauschprogramme und qualitätsgesicherte Lösungen setzen, spürbare Emissionsminderungen erreicht wurden. Diese Entwicklung lässt erkennen, dass technische Fortschritte im Ofenbau – etwa optimierte Verbrennung, präzise Luftführung, wirksame Abgasreinigung und geprüfte Abgasanlagen – bereits heute zu deutlich geringeren Emissionen führen. Die Kommission stellt in ihrer Analyse fest, dass die Emissionen des Sektors insgesamt sinken, aber in einigen Ländern aufgrund hoher Altbestände weiterhin überproportional ausfallen. Der Modernisierungsgrad entscheidet damit in vielen Fällen über die tatsächliche Luftbelastung.

Moderne Feuerstätten verbessern Emmissionswert

Robert Mülleneisen, Sprecher der Ofenzukunft, betont: „Die Datenlage der EU bestätigt indirekt, was wir täglich im Handwerk erleben: Moderne Feuerstätten sind technisch erheblich weiterentwickelt und stoßen im Vergleich zu alten Anlagen deutlich weniger Feinstaub aus. Die Branche hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt – von effizienten Brennraumgeometrien bis hin zu strömungsoptimierten Abgasanlagen. Das spiegelt sich zunehmend auch in den nationalen Emissionsinventaren wider.“
Mülleneisen sieht in den Ergebnissen der EU-Evaluierung daher vor allem einen Auftrag zur systematischen Modernisierung: „Die Fakten liegen auf dem Tisch: Wo modernisiert wird, verbessern sich die Emissionswerte. Wo nicht modernisiert wird, bleiben die Belastungen hoch. Die NECD-Bewertung zeigt damit klar, dass ein instrumenteller Schlüssel in der technischen Erneuerung liegt – nicht in pauschalen Einschränkungen einer ganzen Technologie.“

EU-Mitgliedstaaten sollen Maßnahmen zur Emmisonsreduzierung darstellen

Die Evaluierung fordert die Mitgliedstaaten auf, in ihren nationalen Luftreinhalteprogrammen (NAPCPs) konkreter darzustellen, mit welchen Maßnahmen sie die Emissionen des häuslichen Sektors reduzieren wollen. Aus Sicht der Ofenzukunft bedeutet das, dass staatliche Programme künftig stärker auf den Austausch alter Anlagen, die Förderung emissionsarmer Systeme sowie die Qualitätssicherung bei Abgasanlagen ausgerichtet werden sollten.