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Digitale Planungssicherheit für die EN 16510

Brunner integriert Strahlungskegel in PaletteCAD für BKH green Kamineinsätze.

Seit Ende 2025 ist die europäische Norm EN 16510 für Einzelfeuerstätten verpflichtend. Im Unterschied zur bisherigen Betrachtung wird Wärmestrahlung dabei nicht mehr nur frontal bewertet, sondern als dreidimensionaler Strahlungskegel verstanden, vergleichbar mit einem Lichtkegel. Dieser wirkt nach vorne, zu den Seiten, nach oben und zum Boden. Maßgeblich ist eine mögliche Temperaturerhöhung von 60 Kelvin; ab einer Oberflächentemperatur von 85 °C gelten Bauteile als schutzbedürftig.

Für das Ofenbauhandwerk ergeben sich daraus klare Anforderungen und neue Herausforderungen in der Planung. Insbesondere bei handwerklich erstellten Anlagen spielen die Einbausituation und der Strahlungsbereich eine entscheidende Rolle.

Strahlungskegel direkt im Planungstool sichtbar

Um den Planungsaufwand zu reduzieren und gleichzeitig eine belastbare Grundlage für die Abstimmung mit dem Schornsteinfeger zu schaffen, hat Brunner in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Georg Durst eine praxisnahe Lösung entwickelt: die Integration des Strahlungskegels nach EN 16510 in PaletteCAD.

Im Planungstool steht ab sofort der neue Ordner „BKH green_Strahlungsbereich_DIN_16510“ zur Verfügung. Darin sind sämtliche BKH green Kamineinsätze inklusive ihrer individuell berechneten Strahlungsbereiche hinterlegt. Der entscheidende Mehrwert: Die Strahlungskegel sind dreidimensional dargestellt: seitlich, nach oben und nach unten. Zusätzlich wird zwischen verschiedenen Scheibenvarianten unterschieden:

  • Gelber Bereich: Glaskeramik unbeschichtet
  • Blauer Bereich: Wärmereflektierend beschichtete Glaskeramik mit reduziertem Strahlungsbereich

Bereits in der Planungsphase lässt sich erkennen, ob der farblich dargestellte Strahlungskegel brennbare Bereiche des Bodens oder der Anbauwände trifft. So kann frühzeitig geprüft werden, ob die Position des Heizeinsatzes angepasst werden muss. Falls eine Umpositionierung nicht ausreicht, wird zugleich sichtbar, welche Bereiche im ungünstigsten Fall nicht brennbar ausgeführt werden müssen.

Mehr Sicherheit, weniger Abstimmungsaufwand

Für Ofenbauer bedeutet das konkret: Die Positionierung des Heizeinsatzes kann direkt im digitalen Modell optimiert werden. Bereiche die nicht brennbar ausgeführt sein müssen, lassen sich schnell erkennen oder durch anpassen der Anlagenausführung vermeiden. Auch die Auswahl der passenden Scheibenvariante wird deutlich vereinfacht. Ob eine Standard-Glaskeramik ausreicht oder eine beschichtete Variante erforderlich ist, lässt sich direkt im Planungstool beurteilen.

Die in PaletteCAD integrierten Strahlungsbereiche basieren auf der offiziellen Brunner Planungsgrundlage zur EN 16510 und sind exakt berechnet. Sie dienen damit nicht nur als Planungswerkzeug, sondern auch als nachvollziehbarer Nachweis gegenüber Schornsteinfegern und Endkunden. Die Planung wird so nicht nur schneller und transparenter, sondern auch deutlich sicherer.

Ein begleitendes Video zeigt die Anwendung im Detail und ist über die Website des Unternehmens abrufbar.

Brunner, 84307 Eggenfelden

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