Wärmenetze mit Anschlusszwang

Wer ein Eigenheim plant oder ein älteres Haus kauft, denkt auch über das optimale Heizsystem nach. Wie entwickeln sich die Energiepreise? Welche Technologien sind zukunftsfähig? Die meisten Bauwilligen sind überrascht, wenn sie erfahren, dass sie über ihr Heizsystem nicht frei entscheiden können. Der Grund: Bundesweit gibt es mittlerweile mehr als 1.200 Fälle mit Verbrennungsverboten bzw. Anschlusszwängen für Nah- und Fernwärmenetze in Kommunen. Hier kann dann weder die Heiztechnik noch der Energieträger frei gewählt werden. Stattdessen gibt es meist langfristige Verträge mit einem Energieversorger. Das Problem: Wenn die Energielieferungen des Versorgers zu teuer werden, können Wärmekunden meist nicht wechseln. Was bei Gas und Strom schon jahrelang möglich ist, scheint bei Wärmenetzen noch eine weit entfernte Utopie zu sein. Die Leidtragenden sind  Eigenheimbesitzer, die vielerorts für Energie mehr bezahlen, als dies bei freier Wärmewahl der Fall wäre. Bauherren oder künftige Eigenheimbesitzer. die frei über ihr Heizsystem entscheiden möchten, sollten sich über Einschränkungen zur Wärmenutzung im Baugebiet erkundigen. Denn die Enttäuschung kommt oft erst später. Beispielsweise, wenn kein Kaminofen eingebaut werden darf. Oder wenn das Eigenheim energetisch saniert wurde und trotz deutlich sinkender Heizlast die monatlichen Fernwärmekosten gleich bleiben. Wer derartige Überraschungen vermeiden möchte, sollte sich schon in der Planungsphase für das Eigenheim beraten lassen. Basisinfos gibt es unter www.freie-waerme.de. Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in der Ausgabe 7/2019 des K&L-Magazines. 

Quelle: txn - Foto: A. Rusakov/123rf.com

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