Jubiläumsbuch der Hagos finanziert bisher zirka 700 Lehmöfen in Äthiopien

Seit Mai verkauft die Hagos ihr Jubiläumsbuch „100 Jahre Hagos. 100 Jahre für den Ofenbauer“. Bisher sind ca. 8000,- Euro zusammengekommen und diese wurdenkomplett an den Verein Die Ofenmacher (https://www.ofenmacher.org/willkommen/) gespendet. Das Geld fließt zu 100 Prozent an das Ofenbauprojekt in Äthiopien. Mit diesen Mitteln bauen zuvor entsprechend geschulte Äthiopierinnen ca. 700 Kochöfen mit Rauchabzug.
Jeder Ofen kostet nur ca. 12.00 Euro denn die Kochstelle wird ausschließlich von Einheimischen aus lokal verfügbarem Lehm hergestellt.

„Für 3000 bis 4000 Menschen wird so eine neue Lebensqualität gesichert. Sie leben in Zukunft ohne die giftigen Rauchgase in ihren Wohnräumen, die gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Auch die Gefahr, dass sich besonders Kinder am offenen Feuer schwere Verbrennungen zuziehen, ist weitgehend eliminiert“, so Theo Melcher von den Ofenmachern.

Doch es gibt nicht nur gesundheitliche Vorteile. Die Öfen halbieren den Verbrauch an Brennmaterial. Das bedeutet eine Einsparung von ca. 700 Tonnen Holz pro Jahr, das entspricht etwa 45 Lastzügen. Den hohen Holzverbrauch einzudämmen, ist ein ganz wichtiger Aspekt, denn in den meisten Entwicklungsländern ist Aufforstung unbekannt. Gleichzeitig werden ca. 700 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, das entspricht den Treibhausgasemissionen von mehr als 3,5 Millionen PKW-Kilometern pro Jahr.

So wie in Äthiopien wird in vielen Entwicklungsländern heute noch immer überwiegend offenes Feuer im Innenraum zum Kochen und Heizen verwendet. Deshalb versuchen Die Ofenmacher e. V. möglichst viele offene Kochstellen durch Lehmöfen mit Rauchabzugzu ersetzen.

Wer das Lehmofenprojekt unterstützen möchte, kann das Jubiläumsbuch der Hagos im KOBshop in der Kategorie Profiservice bestellen. Das hochwertige und reich bebilderte Jubiläumsbuch dokumentiert die Firmengeschichte des 1919 gegründeten Verbundes, eingebettet in den historischen Kontext dieser 100 Jahre. Das Buch entführt den Leser unmittelbar in die jeweilige Zeit.

Interviews mit ehemaligen Vorständen, Aufsichtsräten und Mitarbeitern, sowie mit den Nachkommen der Gründungsmitglieder geben authentische Einblicke in die bewegte Firmengeschichte.

Bild: Hagos