ISH 2019: Heizen mit Holz im Bestand und Neubau

Energiewende in den eigenen vier Wänden: Wärmepumpe und Holzfeuer

Durch die Kombination einer Wärmepumpe oder Solarthermie-Anlage mit einer modernen Feuerstätte speisen sich Raumheizung und Warmwasser fortlaufend aus erneuerbaren und CO2-neutralen Energien.

In Deutschland bieten rund 50 Hersteller über 1.000 unterschiedliche Geräte und Varianten an. Während Kamin- und Pelletöfen freistehende Einzelfeuerungen sind und schnell auf- und abgebaut werden können, handelt es sich bei Heizkaminen und Kachelöfen um individuell gestaltete Anlagen, die vom Ofenbauer in Handarbeit gesetzt werden. Alle Festbrennstoffgeräte lassen sich parallel zu einer Wärmepumpe oder Solarthermie-Anlage betreiben oder sogar zu einem Gesamtsystem verbinden.

In jedem dritten Neubau in Deutschland wird mittlerweile eine Luftwärmepumpe eingesetzt, die der Außenluft die vorhandene Wärme entzieht und in Heizenergie umwandelt. Der Grund: Mit einem Kilowatt elektrischen Strom erzeugen sie im Jahresmittel ein Vielfaches an Wärmeenergie. Dabei hängt die Effizienz von der Umgebungs- und der gewünschten Heiztemperatur ab. Bei starkem Frost – wenn der Wärmebedarf am größten ist – können Luftwärmepumpen nicht mehr effizient arbeiten. In diesem Fall schaltet sich ein elektrischer Heizstab ein, der Wasser und Heizung erwärmt, aber zu höheren Stromkosten führt. Bei kalten Außentemperaturen ist es ökologisch und wirtschaftlich besonders sinnvoll mit einem holzbefeuerten Kaminofen, Heizkamin oder Pelletofen das Heizsystem zu unterstützen.

Eine effiziente Kombination: Solarthermie und wasserführendes Festbrennstoffgerät

In unseren Breitengraden kann eine Solarthermie-Anlage von Mai bis September den kompletten Warmwasserbedarf decken. In den anderen Monaten muss auf ein zusätzliches Heizsystem zurückgegriffen werden. Eine Einzelraumfeuerstätte sorgt hier für gemütliche Wärme und sinkende Heizkosten. Wer einen Schritt weitergehen will, setzt auf ein wasserführendes Festbrennstoffgerät mit Wärmetauscher. Sobald der Kamin beheizt ist, wird das von den Flammen erwärmte Wasser in das Heizungsnetz eingespeist und dem Warmwasserspeicher zugeführt. Lässt man das Feuer erlöschen, übernimmt ein Pufferspeicher den Heizbetrieb. Der Pufferspeicher ist ein mit Wasser gefüllter Behälter, der die überschüssige Energie, die momentan nicht benötigt wird, speichert, um sie später wieder an die Heizung und Warmwasserbereitung abzugeben.

Förderung wasserführender Pelletofen, Wärmepumpe und Solaranlage

Weil das Heizen mit regenerativen Energien, anders als das Verbrennen fossiler Brennstoffe, nicht zur Erderwärmung beiträgt, leistet ein ökologisches Heizungssystem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und wird deshalb bei der Modernisierung von Bestandsgebäuden staatlich gefördert.

Detaillierte Informationen erhalten Sie hierzu auf der ISH, der Weltleitmesse für Wasser, Wärme, Klima, vom 11. bis 15. März 2019, in den Hallen 9.2 und 11.1. Das Ofenforum bietet in Halle 9.2. zusätzlich Vorträge zu den Top-Themen der Branche, zu Trends und Energie- und Klimapolitik an.