Fichte als Brennholz: Die preisgünstige Alternative

Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer-Plage sorgen für ein Überangebot an Fichtenholz – verbunden mit Preisnachlässen für den Verbraucher

Förster Henning Schmidtke aus Nienburg.

Die Nachrichten aus der Forstwirtschaft sind alarmierend: Stürme und andauernde Trockenheit haben die Wälder bundesweit geschwächt und vielerorts zu einer Borkenkäfer-Plage geführt. Besonders die Baumart Fichte ist betroffen und muss großflächig gefällt werden. Demzufolge herrscht auf dem Holzmarkt derzeit ein Überangebot. 

Was für die Waldbesitzer ein erhebliches Problem darstellt, bietet den Verbrauchern Preisnachlässe beim Brennholz-Kauf. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam, der die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt. Der Verband empfiehlt den Besitzern von Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkaminen, bei den Forstämtern gezielt Fichtenholz nachzufragen.

Die Sorge, sich den Borkenkäfer mit dem Holz ins Haus zu holen, ist unbegründet, so Förster Henning Schmidtke aus dem niedersächsischen Nienburg. Der Schädling nistet nur direkt unter der Rinde und ist längst verschwunden, wenn die getrockneten Holzscheite in den Handel kommen oder beim Förster abgeholt werden.

Fichte brennt lebhaft und heizt schnell auf

Die zu den Nadelhölzern zählende Fichte ist relativ leicht und hat deshalb – bezogen auf den Raummeter –einen geringeren Heizwert als Laubhölzer. Es entsteht etwas mehr Asche und durch den schnelleren Abbrand muss öfter nachgelegt werden. Außerdem kommt es zu einem erhöhten Funkenflug wegen dem enthaltenen Baumharz. Somit eignet sich diese Sorte Brennholz nicht für offene Feuerstellen. Bei geschlossenen Öfen ist das allerdings kein Hindernis – ganz im Gegenteil: Fichte verbrennt sehr lebhaft, heizt schnell auf und sorgt so, neben dem typischen Knistern, für ein besonders faszinierendes Flammenspiel. 

Fotos: HKI