Sonntag, 30. April 2017 Reportagen
 
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Porträt: Kachelofenbau-Lamberz in Ober-Olm

01.12.10 - 09:19 Uhr
Von: Regina Raab

Ober-Olm ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Dort, in der Untergasse 8, befindet sich heute der Sitz des Kachelofenbaumeisterbetriebes, den Manfred Lamberz vor 22 Jahren gründete. Er stammt nicht, wie viele seiner Kollegen, aus einer Ofenbauerfamilie.

So wusste er auch nicht wirklich, worauf er sich einließ, als er 1963 bei der Firma „Jakob Risch“ in Mainz seine Ausbildung zum Kachelofensetzer begann. Jedoch: „Am zweiten Tag war die Firma mir“, sagt Manfred Lamberz heute und meint damit, dass ihm die Arbeit gleich von Anfang an sehr viel Freude bereitete. Und er erkannte sehr schnell, dass er mit diesem Weg seinen „Traumjob, seine Berufung“ gefunden hatte.


Nach Abschluss seiner Ausbildung im Jahr 1966 absolvierte er 18 Monate den Wehrdienst bei der Marine und arbeitete anschließend sieben Jahre als Geselle bei „Erwin Kohls“ in Wiesbaden. 
Dann wurde Tochter Marion geboren und es folgte eine handwerkliche „Zwangspause“ von vier Jahren zugunsten der Familiengründung und für den Hausbau. In diesen Jahren arbeitete Manfred Lamberz als Busfahrer für die Stadt Mainz. „Beim Hausbau und für meine Familie kamen mir die regelmäßigen Arbeitszeiten bei der Stadt zugute“, erklärt er heute seinen damaligen Entschluss. Und dass es nur ein vorübergehender Abschied vom Handwerksberuf sein sollte, stand fest. Auch brach der Kontakt zu seinen Ofenbaukollegen in dieser Zeit nicht ab.


Nach diesen vier Jahren versuchte Manfred Lamberz zunächst, sich über Bücher, die er damals reichlich von Otto Lieberwirth bekam, auf seine Meis- terprüfung vorzubereiten, musste dann aber feststellen, „dass so ein Fernstudium doch nicht das Richtige für mich ist“. Mit der Sicherheit im Hintergrund, jederzeit wieder als Busfahrer bei der Stadt arbeiten zu können, besuchte er in den Jahren 1987 und 1988 die Meisterschule in Stuttgart. „An einem Freitag habe ich die Meisterprüfung bestan- den. Am Montag darauf, habe ich mich bei der Innung angemeldet und selbstständig gemacht“, freut sich Manfred Lamberz über diesen Entschluss, den er nie bereuen musste.

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