Samstag, 19. Januar 2019 Reportagen
 
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Ofenwärme in allen Facetten

20.01.10 - 11:00 Uhr
Haas+Sohn ist einer der führenden Hersteller hochwertiger Heizgeräte. Von den Anfängen vor über 150 Jahren in der Neuhoffnungshütte in Sinn bis zu den heutigen, fast vollautoma- tischen Öfen und Herden setzte man stets auf herausragende Qualität und Innovativität. Im Mittelpunkt stehen heute moderne Produkte mit bestmöglichem Wirkungsgrad und hoher Umweltverträglichkeit sowie ein umfassender Service für den Kunden.

Der Name Haas+Sohn sowie der Ursprung des Unternehmens gehen auf die Kaufleute Wilhelm Ernst Haas senior und seinen Sohn Wilhelm Ernst Haas Junior zurück, die 1854 die sogenannte Neuhoffnungshütte in Sinn (Hessen) erwarben. Kernbetrieb war anfangs noch die Eisengießerei, die hochwertige Ofenproduktion rückte erst später in den Mittelpunkt des Geschäftsbetriebs. Bereits in den Anfangszeiten der Ofen- und Herdproduktion war das Unternehmen stets am Puls der Zeit, und dement- sprechend ging es ständig bergauf. Konstante Erweiterungen der Anlagen sowie zusätzliche Werke und Fabriken waren die Folge.


Der Weg zum 
Vollsortimenter


In seiner jetzigen Bezeichnung existiert Haas+Sohn seit den 1970ern. Das Unternehmen gehört seit 1992 zur österreichischen Max Reischl Gruppe. Die Zusammenarbeit mit der Reischl-Gruppe hatte bereits 1957 begonnen: Damals hatte die Firma die Vertretung von Haas+Sohn-Öfen für Österreich übernommen und den Markt konsequent weiter ausgebaut. 1980 folgte die Gründung der Firma Reischl-Theimer als Generalimporteur für den Vertrieb von Öfen und Herden für den Wohnbereich. Durch die Übernahme von Haas+Sohn und wurde die Max Reischl Gruppe vom österreichischen Vertreiber zum Hersteller von Öl- und Kohleöfen. In den Folgejahren wurde die Firmengruppe Haas+Sohn weiter ausgebaut, um den Kunden ein breiteres Verkaufsprogramm anbieten zu können. So wurde neben der ungarischen Firma Elekthermax auch mehrheitlich der tschechische Kaminofenproduzent Rukov (1994) in die Gruppe aufgenommen. Im Jahr 2005 übernahm Haas+Sohn den Tiroler Dauerbrand- und Beistellherdproduzenten Riser und stieg somit zum Vollsortimentanbieter auf. 2006 wurde die neue Zentrale im österreichischen Puch bei Salzburg eröffnet. Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie die neue Logistikzentrale sind hier unter- gebracht. Die Produktionsstätten befinden sich in Österreich in Stumm im Zillertal (60 Mitarbeiter), in Tschechien in Rumburk (230 Mitarbeiter) und in Ungarn in Papa (120 Mitarbeiter). Sämtliche Märkte werden vom Zentrallager in Puch aus versorgt. So entstand ein Unternehmen, das zu einem der führenden Ofenhersteller Europas zählt: die Haas+Sohn Ofentechnik GmbH. Insgesamt beschäftigt die Firmengruppe heute
460 Mitarbeiter.

In Österreich ist Haas+Sohn Marktführer, in Deutschland, das mit 85 Prozent das wichtigste Exportland darstellt, gehört die Gruppe je nach Marktschwankung zu den Top-5-Anbietern, in Tschechien hält das Unternehmen Position zwei am Markt. "Unser Erfolg zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Manfred Weiss, der im April 2009 die Geschäftsführung bei Haas+Sohn über- nahm. "Wir sind bewusst kein lowcost-Hersteller, sondern wollen unsere Marke mit Qualität auf allen Linien aufladen", erklärt Weiss weiter. Sein Credo: "Die Qualität muss immer auf gleich hohem Niveau bleiben - vom ersten Exemplar, das die Arbeiter und Maschinen in der Frühschicht herstellen, bis zum letzten Exemplar, das abends die Werkhallen verlässt." Ebendiese konstante Qualität wird bei Haas+Sohn durch eine optimale und moderne Prozesssteuerung, qualifizierte Mitarbeiter und modernste Maschinen, wie zum Beispiel Schweißroboter oder Laserschneidmaschinen garantiert, die die Öfen und Herde immer mit der gleichen Präzision verarbeiten können.


Vom Herdofen bis zum Kaminbausatz


Durch die erwähnten Firmenzukäufe bietet die Haas+Sohn Produktpalette nun eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Die Produkte von Haas+Sohn werden den zwei Verkaufssegmenten "Premium Line" und "Classic Line" zugeordnet. Die Premium-Produkte, die sich anhand ihrer technischen Ausstattung sowie der Stein- und Keramiktypen unterscheiden, werden nur im Fachhandel ange- boten. Die Produkte der "Classic-Line” sind in Baumärkten, im Großhandel, via Internet und ebenfalls im Fachhandel erhältlich. Das Liefer- programm umfasst Kaminöfen, Pelletöfen, Kamin- bausätze, Herde, Kohle- und Ölöfen sowie Ofenzu- behör. Jede Produktgattung wurde im Laufe der Jahre bis Jahrzehnte ständig weiter ausgereift, was Haas+Sohn zu einem der Technologie- und Markt- führer auf dem europäischen Feuerstättenmarkt macht. Dass dies nicht nur eine leere Worthülse ist, verdeutlichen die enormen Anstrengungen, die Haas+Sohn im Technologiebereich unternimmt: Allein 2008 wurden beispielsweise rund 300.000 Euro in Forschung und Entwicklung neuer Ofentechnik investiert. In den Werken von Haas+Sohn in Österreich, Tschechien und Ungarn arbeiten zahlreiche Ingenieure an neuen Patenten und an der Weiterentwicklung der bestehenden Produkte. Zudem besteht eine hervorragende Zusammenarbeit mit technischen Universitäten, um speziell in der Verbrennungstechnologie neue Standards zu setzen.
Forschung und Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen hat sich für Haas+Sohn bewährt. Innovationen wie die automatische Sekundär- luftregelung, die patentierte Holz-Kohle-Automatik im "Dual Control System” bei Kaminöfen, die automatische Brennstofferkennung bei Pelletöfen, oder das vollautomatische Belüftungssystem zur Schadstoffreduktion bei der "i-Series" machen die Haas+Sohn-Produkte führend in puncto Umwelt-freundlichkeit, Wirkungsgrad und Heizleistung. Alle Öfen von Haas+Sohn sind auf Grundlage strenger Klimavorschriften zugelassen: In Österreich sind sie nach BVG § 15 geprüft, das heißt, dass sie auch bei halber Leistung sauber verbrennen und die strengen Abgasnormen erfüllen. Darüber hinaus gehen die Haas+Sohn-Öfen mit den Normen aller EU-Länder konform sowie mit sämtlichen regionalen Verord-nungen wie der Münchner, Stuttgarter oder Regensburger Verordnung.

Ein zentrales Kriterium für Haas+Sohn ist auch der Wirkungsgrad seiner Öfen. Je mehr Wärme ein Ofen aus einem Brennstoff herauszuholen vermag, desto weniger Material benötigt man zum Heizen. Sämtliche Öfen aus dem Hause Haas+Sohn zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade zwischen 80 und 97,5(!) Prozent - wie der erste wasserführende Pelletofen "Aqua Pellet" - aus. Eine "Spezialität" der Haas+Sohn-Pelletöfen ist die automatische Brennstofferkennung. Alle Pelletöfen der jüngsten Generation erkennen die Zusammensetzung und Heizqualität jeder Pelletladung, sie messen auto- matisch Verbrennungsverlauf und Raumtemperatur und passen Luft- und Brennstoffzufuhr dement-sprechend an. Das Ergebnis: bestmögliche Heiz- leistung mit einem Wirkungsgrad von mehr als 93 Prozent und somit höchste Sparsamkeit im Verbrauch.


Brennstoffwechsel mit Holz-Kohle-Automatik


Viele Kunden von Haas+Sohn schätzen Kaminöfen als praktische, spontane und vor allem behagliche Ergänzung. Sie können dabei aus 39 unterschied-lichen Modellen in insgesamt 
75 Ausstattungs-varianten wählen. Dank der neuen, eigens paten-tierten Holz-Kohle-Automatik "Dual Control" lassen sich die Kaminöfen sogar als Dauerheizung verwen- den. Die Kunden können spontan entscheiden, mit welchem Brennstoff sie ihren Kaminofen beheizen. Egal, ob Holz verbrannt wird oder Braunkohlen briketts, die Automatik führt der Brennkammer stets die optimale Luftmenge zu. Ein Wechsel zwischen den beiden Brennstoffen ist jederzeit möglich.
Außerdem sind alle Kamin-öfen von Haas+Sohn mit der patentierten automatischen Sekundärluft-regelung ausgestattet. Diese regelt selbstständig die benötigte Luftmenge und garantiert so konstant einen optimalen Abbrand, hohen Wirkungsgrad und geringste Emissionen.


Umweltzeichen für 
"i-Series"-Kaminöfen


Besondere Erwähnung verdienen in diesem Zusam-menhang die neuen Kaminöfen der "i-Series"- Baureihe. Das i steht dabei für "intelligent control" und bedeutet einen Quantensprung bei der Schad-stoffreduktion. Im Jahr 2007 hat Haas+Sohn gemeinsam mit dem Grazer Ingenieurbüro BIOS Bioenergiesysteme und der Technischen Universität Graz ein Forschungsprojekt gestartet. Das Ziel: Die Verringerung von Feinstaub-emissionen bei der Holzfeuerung. Der Ansatz: Die Emissionen bereits dort zu reduzieren, wo sie entstehen - bei der Verbrennung. Mit der Entwicklung einer neuen Brennkammer und innovativer Verbrennungs-technologie sollte der Ausstoß von Kohlenmonoxid (CO) sowie organisch gebundenem Kohlenstoff (OGC), einer der hauptverantwortlichen Kompo-nenten für die Entstehung von Feinstaub, deutlich minimiert werden. Mit mathematischen Simulations-modellen, die auch in der Raumfahrt und im Auto- motive-Bereich eingesetzt werden, haben die Grazer Wissenschaftler die hochkomplexen Vorgänge bei Verbrennungsprozessen von Biomasse abgeleitet und diese bei der Entwicklung der neuen Brennkammer angewendet. Sensoren regeln hier die Luftzufuhr automatisch. "Die Ergebnisse sind äußerst erfreu- lich", sagt Manfred Weiss, "wir konnten die Emis- sionswerte um mehr als 50 Prozent verringern und unterschreiten damit die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland um 50, in Österreich sogar um 65 Prozent." Besonders beachtlich: Das System kommt ohne kostspielige und wartungsintensive Filteran- lagen oder Katalysatoren aus. Ein Beleg der Wirksamkeit: 2009 erhielten nach den Pellet
öfen nun auch die Kaminöfen der "i-Series" das Öster-reichische Umweltzeichen. Bislang war es noch keinem anderen Hersteller gelungen, mit einem Kaminofen die strengen Anforderungen der Umwelt- zeichenrichtlinie für Holzheizungen (UZ 37) zu erfüllen.

Auch in Zukunft können Händler wie Kunden darauf vertrauen, bei Haas+Sohn stets Produkte zu bekom- men, die Standards für den "Stand der Technik" vorgeben - im Interesse des Umweltschutzes und einer langfristigen Zufriedenheit der Ofenbesitzer in ihre Investition.

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