Samstag, 19. Januar 2019 Reportagen
 
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Kachelofen als Vollheizung

20.01.11 - 15:41 Uhr

Energieverteilung
Bei der Energieverteilung wurden/werden leider sehr viele Fehler gemacht. Radiatoren und Heizkörper entstanden aus der Idee heraus, dem Raum nur dann Wärme zuzuführen, sobald diese benötigt wird. Diese Idee fußt darauf, daß die Wärmeabgabegeräte wirklich nur dann Energie abgeben, wenn sie benötigt wird. Sobald dies nicht mehr notwendig ist, kühlt der Heizkörper wieder ab. Die Umsetzung ist aber leider mehr als mangelhaft. Von optischen Gründen abgesehen, wird bei Heizkörpern die natürliche Ionisierung der Luft umgepolt und es entsteht eine permanente Staubaufwirbelung. Radiatoren benötigen hohe Vorlauftemperaturen, die jedoch schwer zu produzieren sind, und für manche Energiequellen wie Wärmepumpen ist es gar nicht möglich, so hohe Vorlauftemperaturen zu erzeugen. Die Alternative ist eine Fußbodenheizung. Die Problematik bei herkömmlichen Fußbodenheizungen liegt in der Trägheit des Systems. Es bedarf mehrerer Stunden, um das System aufzuheizen und auch mehrerer Stunden, um die Energieabgabe wieder wegzunehmen. Dadurch kommen regeltechnische Einflüsse zu spät und ein Überhitzen des Wohnraumes kann nicht verhindert werden. Daher war die logische Konsequenz für Hafnertec, ein System zu entwickeln, das die Vorteile beider Systeme miteinander vereint. „Actilfloor“, die aktive Fußbodenheizung. Da das Verlegen dieses Systems ähnlich wie Verfliesen funktioniert, verlegen viele Ofenbauer die Fußbodenheizung selbst und erschließen somit wieder einen neuen Geschäftszweig.
Die ökologische Ressource Pellets wird bei diesem System verwendet, um eine vollständige Automatisierung garantieren zu können. Nach aktuellem Stand der Technik können die Pellets entweder in einem Jahresvorratsbehälter im Keller bzw. in einem Erdtank im Garten gelagert werden oder direkt neben dem Kachelofen. Die letztgenannte Variante deckt den Pelletbedarf von cirka ein bis zwei Wochen.

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