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Feinstaub aus Holzöfen: TV-Magazin „Report Mainz“ argumentiert mit zweifelhaften Aussagen

19.04.17 - 14:37 Uhr

In der Sendung des TV-Magazins „Report Mainz“ vom 7. März stand der Tübinger Ortsteil Unterjesingen im Fokus der Reportage und wurde in Bezug auf Feinstaub-Emissionen mit chinesischen Großstädten gleichgesetzt. Mittels eines mobilen Messgerätes wurden durch einen Sachverständigen Partikelzahlen gemessen und wie folgt kommentiert: „Das ist keine Dorfluft, das sind Werte die ich nicht mal in Peking gemessen habe.“ Doch die Messstation vor Ort zeigte am Freitag, den 3. März, an dem die Filmaufnahmen erstellt wurden, laut der Daten des Umweltbundesamtes einen Messwert von 28 Mikrogramm Feinstaub im Tagesmittelwert an. An dem darauf folgenden Samstag und Sonntag zeigte die Station Werte von 22 und lediglich 7 Mikrogramm an, und dies obwohl typischerweise gerade an kalten Winterwochenenden viele Kaminfeuer betrieben werden.

Peking und viele andere Städte Chinas kämpfen immer wieder mit Feinstaubwerten von teils über 250 Mikrogramm pro Kubikmeter. Zudem darf der EU-Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm höchstens 35-mal im Jahr überschritten werden. Peking lag im letzten Jahr vielfach darüber. Unterjesingen hat die Vorgabe in den letzten sechs Jahren nicht überschritten.

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